Detektive: Vermissten auf der Spur

Detektive suchen nach vermissten Menschen.
Detektive suchen nach vermissten Menschen. - (Bild von mohamed Hassan auf Pixabay)
Jahr für Jahr werden deutschlandweit im Schnitt 11000 Personen vermisst. Drei Prozent von ihnen sind seit mehr als einem Jahr verschwunden und es ist unwahrscheinlich, dass sie je wieder auftauchen.

Das sind etwa 330 Menschen pro Jahr, die spurlos verschwinden. Niemand weiß wohin.

Voraussetzung für eine Vermisstenanzeige ist, wenn eine hilflose Lage der Person aufgrund ihres Gesundheitszustands angenommen wird, bei Suizidalität, bei Minderjährigen ohne Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder bei Verdacht auf eine Straftat. Ein Detektiv aus Bochum zum Beispiel kann in manchen Situationen unbürokratischer und schneller helfen, als die Polizei.

Vermisst durch widrige Umstände

Nach Angaben des BKA werden in Deutschland täglich 250 bis 300 vermisste Personen zur Fahndung ausgeschrieben. Die Ursachen und Gründe sind vielfältig:

  • Senioren in verwirrtem Zustand verlaufen sich und sind auf Hilfe angewiesen, um ihren üblichen Aufenthaltsort wiederzufinden.
  • Infolge von Sorgerechts- und Scheidungsstreitigkeiten finden Kindesentziehungen durch Ex-Partner statt, bei denen Kinder häufig ins Ausland verbracht werden. Ermittlungen von deutschen Behörden dürfen dort nur nach langwierigen Amtshilfeersuchen erfolgen. Einem Detektiv stehen vielfältigere Handlungsoptionen zur Verfügung als der Polizei. Auch kann er sich, wenn nötig, in juristischen Grauzonen bewegen.
  • Abgängige Jugendliche können diskret von Privatermittlern ausfindig gemacht werden, wenn Angehörige ein Einschalten von Ermittlungsbehörden und Jugendamt umgehen möchten.
  • Nach Krieg, Vertreibung oder Flucht suchen Geflüchtete oft Jahre später mithilfe von privaten Ermittlern nach Angehörigen. Auch einige Kinder, welche im Zuge der massenhaften Zwangsadoptionen der DDR ihrer Wurzeln beraubt wurden, konnten durch Detektive aufgespürt werden und ihre Lieben nach langer Zeit in die Arme schließen.

Vermisst aufgrund von Verbrechen

Rund 50 % aller Vermisstenfälle klären sich noch am selben Tag auf; 80 % innerhalb einer Woche und 97 % innerhalb eines Monats. Hinter den meisten Fällen stecken unglückliche, aber letztendlich harmlose Umstände. Bei anderen jedoch handelt es sich um Verbrechen. Die vermisste Person bleibt trotz intensiver Ermittlungsbemühungen verschwunden oder kann nur tot aufgefunden werden.

Nach dem rätselhaften Verschwinden der Trierer Studentin Tanja Gräff im Jahr 2007 beteiligten sich auch Detektive an der Suche. Dubiose Machenschaften verhinderten seinerzeit weitere Ermittlungen gegen einen Tatverdächtigen. Der nach wie vor aktive würgende Sexualsadist lebt bis heute unbehelligt im Saarland. Die ehrenwerten Bemühungen eines engagierten Ex-Polizisten und Anwalts wurden mithilfe juristischer Drohgebärden zunichtegemacht. Ein Journalist des Bonner Generalanzeigers erhielt sogar Morddrohungen, als er sich 2017 mit einer Quelle treffen wollte.

Lars Mittank verschwand unter mysteriösen Umständen während eines Urlaubs mit Freunden in Varna, Bulgarien. Er fühlte sich verfolgt, bedroht und fürchtete um sein Leben. Gleichzeitig schien er orientierungslos. Überwachungsaufnahmen wurden nur geschnitten und stark gekürzt vom Flughafen zur Verfügung gestellt. Ein von der Mutter beauftragter Detektiv fand bei Ermittlungen vor Ort Hinweise auf eine Verflechtung mit dem organisierten Verbrechen, vermutlich der Organmafia.

Ganz gleich, ob ein Mensch bereits seit langem oder erst kürzlich und akut vermisst wird, verursacht diese Abwesenheit eine klaffende Lücke im Leben der Angehörigen. Ein Detektiv kann helfen vermissten Menschen auf die Spur zu kommen. Dabei unterstützen ihn modernste digitale Recherchemethoden, professionelle Netzwerke und Kontakte. Die Verwendung von Compliance Standards gewährleistet die Rechtssicherheit und Gerichtsverwertbarkeit der gesammelten Beweise. Geprüfte Detektive sind durch die Zentrale Ausbildungsstelle im Detektivgewerbe IHK-zertifiziert, ein Hinweis für die Qualität der Aus- und Weiterbildung.

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