Do it yourself – das lehrte uns die Krise

Mit Haarschneidemaschinen lassen sich vor allem Kurzhaarschnitte in Form bringen.
Mit Haarschneidemaschinen lassen sich vor allem Kurzhaarschnitte in Form bringen. - (Foto von Anna Shvets von Pexels)
Schon seit März 2020 müssen wir hierzulande mit teils schwerwiegenden Einschränkungen leben – Ausgangssperren, Schließungen im Einzelhandel, Monate ohne Friseurbesuch, lediglich To-Go-Gastronomie und keine Treffen mit Freunden.

Egal, wie sinnvoll sie auch sein mögen, die Maßnahmen haben unser Leben völlig verändert: Sport? Ja, aber bitte nur allein oder im Freien. Friseur? Nein. Doch. Nur mit Maske.

In den letzten Monaten war ein Umdenken gefragt, alle Altersklassen und Gesellschaftsschichten waren betroffen. Und tatsächlich fiel es vielen von uns leicht, das Beste aus den Gegebenheiten zu machen. In einigen Bereichen konnten die Maßnahmen sogar dazu beitragen, alte Gepflogenheiten fallen zu lassen und damit eigentlich mehr Freiheit als zuvor zu genießen.

Ein Hoch auf die Corona-Frisur

Während des ersten Lockdowns blieben die Türen der Friseurläden zu, zu groß sei die Gefahr einer Infektion gewesen. Monate später wurde diese Entscheidung gekippt, denn ein gepflegtes Äußeres sei Teil der Menschenwürde. Doch auch seit den Lockerungen haben vor allem ältere Personen den Besuch beim Friseur hinausgeschoben. Irgendwie hat man sich bereits mit dem Wildwuchs auf dem Kopf arrangiert. Aber nicht nur das: Immer mehr Menschen legen inzwischen selbst Hand an.

Mit Haarschneidemaschinen lassen sich vor allem Kurzhaarschnitte in Form bringen. Wer sich nicht traut, sich die Haare selbst zu schneiden, hat eine im Haushalt lebende Person darum gebeten, die Aufgabe zu übernehmen.

Keine Alternative

Als die Friseurläden monatelang geschlossen hatten, haben sich viele von uns auf die Suche nach einem Plan B begeben. Besonders schwierig war diese Zeit für Frauen mit koloriertem Haar und für Herren mit gepflegtem Kurzhaarschnitt. Eine zu lange Pause zwischen zwei Terminen führt zu unansehnlichen Ansätzen oder zu einem Herauswachsen des Schnitts. Unter normalen Umständen legt man Friseurtermine so, dass man sich nie in diesem unangenehmen Übergang befindet, doch die Pandemie machte uns dabei einen Strich durch die Rechnung.

An das Selberfärben trauen sich viele noch heran, zumindest mit einer Tönung, die wieder auswaschbar ist. Aber wer Haare selber schneiden will, braucht Übung. Oder ein Gerät, das auch ohne Friseurausbildung für ein gleichmäßiges Ergebnis sorgt. Mit einem Haarschneider gelingen die meisten Frisuren, der Bart lässt sich auch noch in Form halten – da lohnt sich die Investition doppelt.

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Und nun, da die Salons wieder geöffnet haben, scheuen sich viele davor, einen Termin zu vereinbaren. Keine Entspannung, sondern Maskenpflicht und in vielen Gebieten Testpflicht warten auf uns. Die Pandemie hat uns gelehrt, dass wir uns beim Haareschneiden auch selbst helfen können.

Neue Freizeitbeschäftigungen

Vieles, was uns früher so viel Spaß gemacht hat, ist aktuell nicht möglich. Vor allem die sozialen Kontakte fehlen uns.

Outdoor-Aktivitäten

Outdoor Sportarten wie das Wandern waren vor der Krise ein wenig aus der Mode gekommen. Doch im letzten Jahr waren sie eine der wenigen Möglichkeiten, uneingeschränkt einem Hobby nachzugehen – ohne Mundnasenschutz, ohne Hin und Her im Maßnahmenkatalog.

Kein Wunder also, dass sich Alt und Jung neue Beschäftigungen im Freien gesucht haben. Besonders beliebt sind derzeit Abenteuersportarten wie das Tourengehen, das Klettern oder das Drachenfliegen. Senioren und Familien konnten ihre Umgebung beim Wandern oder Walken neu entdecken.

Erstaunlich ist die hohe Quote der Allwettersportler. Galt Regen noch vor über einem Jahr für die meisten Menschen als Ausschlusskriterium für Bewegung an der frischen Luft, zieht es uns heute ständig nach draußen. Verantwortlich dafür sind zwei Faktoren: Einerseits mangelt es uns schlichtweg an Indoor-Alternativen, andererseits haben wir durch die Pandemie gelernt, die Dinge wieder so zu nehmen, wie sie kommen. Und in einigen Bereichen des täglichen Lebens können wir das mittlerweile richtig genießen.

Handarbeit

Auch die Beschäftigungen zu Hause haben sich verändert: Die Menschen lesen wieder mehr. Außerdem betätigen sie sich kreativ: Handarbeiten wie Stricken, Häkeln oder Nähen und Selbermach-Projekte rund um Haus und Garten liegen im Trend. Es wird gebastelt und gewerkelt, was das Zeug hält. Das vertreibt die Zeit, schafft Erinnerungen und bringt vor allem Nutzen.

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