E-Zigarette als weniger risikobehaftete Alternative

E-Zigaretten sind weniger schädlich als Tabakrauch.
E-Zigaretten sind weniger schädlich als Tabakrauch. - (Bild von Myriams-Fotos auf Pixabay)
Die chronische Lungenerkrankung COPD betrifft rund zehn bis zwölf Prozent der Personen die mehr als vierzig Jahre alt sind.

Das Risiko, an COPD zu erkranken, liegt damit höher als das, an Asthma, Lungenkrebs oder Lungenentzündung zu erkranken. Auch wenn die obstruktive Krankheit nicht heilbar ist, gibt es Möglichkeiten, ihre Auswirkungen auf den Körper zu kontrollieren – doch gerade das Rauchen von Zigaretten ist bei einer COPD-Erkrankung problematisch. Was aber, wenn rauchende COPD-Patient*innen der Tabakzigarette einfach nicht abschwören können? E-Zigaretten sollen in solch einem Fall eine weniger schädliche Alternative darstellen.

Darum ist Tabakrauch schädlich bei COPD

COPD schädigt die Lunge nachhaltig. Die Krankheit, die mit einer Art chronischer Bronchitis und einem Raucherhusten beginnt und dann in einer zunehmenden Atemnot mündet, kann in einigen Fällen tödlich verlaufen. Raucher*innen sind weitaus gefährdeter, an COPD zu erkranken. Weil auch das Rauchen das Lungengewebe nachhaltig schädigt, schreitet die Krankheit bei Rauchern meist deutlich schneller und schwerer voran.

Statistiken zufolge erkrankt einer von fünf langjährigen Rauchern im Laufe seines Lebens an COPD. Um den Krankheitsverlauf zu verlangsamen, ist es wichtig, mit dem Rauchen aufzuhören. Doch gerade langjährigen Rauchern fällt das häufig sehr schwer – oft ist der schädliche Tabakrauch sogar eine Art Trostpflaster, durch das der Leidensdruck verringert werden soll.

E-Zigaretten als Lösung?

Beim Rauchen von Tabakprodukten werden neben Nikotin zahlreiche Giftstoffe frei, die das Lungengewebe schädigen. So legt sich insbesondere Teer auf dem Lungengewebe ab und erschwert auf lange Sicht gesehen Atem-, aber auch Abhustprozesse. Einige der im Tabakrauch enthaltenen Stoffe sind hochgradig krebserregend – kommt zur COPD-Erkrankung eine Krebsdiagnose hinzu, kann das für Patient*innen jedoch das Todesurteil sein.

Im E-Zigarette Onlineshop findet man Verdampfer, die optisch stark an eine normale Zigarette erinnern und die auch mit nikotinhaltigen Liquids betrieben werden können. Doch weshalb sind E-Zigaretten weniger schädlich als normaler Tabakrauch?

Beim Verdampfen wird das Liquid nur so weit erhitzt, dass Aromastoffe und Nikotin möglichst schonend freigesetzt werden. Weil beim Dampfen nichts verbrannt wird, entstehen außerdem deutlich weniger Giftstoffe als beim Rauchen. Generell ist der Wasserdampf der E-Zigarette aber auch schonender für Schleimhäute, Bronchien und Lunge als Zigarettenrauch – das Umsteigen auf E-Zigaretten kann also zudem dazu beitragen, chronischen Husten zu reduzieren. Auch wenn es – unabhängig davon, ob eine COPD-Erkrankung vorliegt oder nicht – besser ist, dem Nikotin komplett abzuschwören, bietet die E-Zigarette deutlich weniger Risiken als Zigarette, Zigarillo, Pfeife & Co. Zudem kann das Dampfen zur sanften Rauchentwöhnung eingesetzt werden, um Nikotin graduell zu reduzieren und irgendwann komplett suchtfrei zu werden – ein Vorteil bei Angst vor Covid-19.

Was ist mit den Inhaltsstoffen der E-Zigaretten?

Auch Liquids für E-Zigaretten beinhalten ungesunde Inhaltsstoffe. Diese sind jedoch nicht sehr stark konzentriert und werden beim sanften Verdampfen nur in geringster Menge inhaliert. In Deutschland dürfen außerdem nur Liquids verkauft werden, die gewissen EU-Richtlinien entsprechen. So soll die Reinheit der Produkte sichergestellt werden. Wer auf Liquid ohne starke Aromastoffe zurückgreift, muss sich in der Regel auch über eine starke Konzentration von Diacetyl keine Sorgen machen.

Laut Studien hilft ein schneller Umstieg auch COPD-Patient*innen

Der italienische Forscher und Mediziner R. Polosa hat an der Universität Catania zwei Studien zum Thema E-Zigarette und COPD durchgeführt. Im Rahmen dieser Studien kam er zu dem eindeutigen Ergebnis, dass das schnelle Wechseln auf E-Zigaretten den Verlauf von COPD-Erkrankungen abmildern kann.

Die erhobenen Daten beziehen sich zwar nur auf eine verhältnismäßig kleine Personengruppe, dennoch gelang es Polosa vor allem die Langzeitwirkungen des Umstiegs von Tabakzigarette auf Tabakerhitzer zu untersuchen.

Zwei wichtige Aspekte

In seinen Studien kam der italienische Wissenschaftler zu zwei maßgeblichen Ergebnissen:

Studienteilnehmer, die E-Zigaretten als Ersatzprodukt zur Zigarette verwendeten, griffen immer seltener zur „echten“ Zigarette. In vielen Fällen gelang es ihnen sogar, komplett auf das Dampfen umzusteigen und so langfristig etwas gegen ihre COPD-Erkrankung zu unternehmen.

Außerdem konnte beobachtet werden, dass sich das Umsteigen auf Verdampfer in gesundheitlicher Hinsicht lohnt: Weil die E-Zigaretten-Inhaltsstoffe die Lunge und ihr Gewebe weniger stark schädigen, schritten COPD-Erkrankungen weniger stark und schnell voran. Die Studienergebnisse legen die Annahme nahe, dass E-Zigaretten nicht nur für gesunde Menschen weniger schädlich als Zigaretten sind, sondern dass sie auch für COPD-Patient*innen die weniger risikobehaftete Alternative sind.

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