Endlich mit dem Rauchen aufhören

Viele können einen Rauchstopp nicht durchhalten.
Viele können einen Rauchstopp nicht durchhalten. - (Bild von Gundula Vogel auf Pixabay)
Den meisten Rauchern sind die gefährlichen Konsequenzen ihres Tuns bekannt. Dennoch greift ein Viertel der deutschen Bevölkerung zur Kippe.

Hierzulande sterben etwa 125.000 Menschen an den Folgen ihrer Sucht. Das sind immerhin 13 % aller Todesfälle. Die gesamtgesellschaftlichen Schäden werden dabei auf ca. 80 Milliarden Euro geschätzt. Diese Summe wird vom Sozialversicherungssystem getragen und vom Steuerzahler beglichen.

Methoden zur Rauchentwöhnung

Der Grund für die große Anzahl von Rauchern wird in der komplexen Suchtproblematik verortet. So konnte ein Großteil der aktiven Raucher in der Vergangenheit schon Erfahrungen mit der Rauchentwöhnung sammeln. Viele erlagen ihrem Suchtverhalten und konnten einen Rauchstopp nicht durchhalten.

Rauchern steht eine ganze Anzahl von Hilfsmitteln zur Verfügung, die unterstützend wirken, der krankhaften Sucht Herr zu werden. Nikotinhaltige Kaugummis und Nikotinpflaster sowie diverse verschreibungspflichtige Medikamente sind die populärsten Strategien, um das Nikotinverlangen einzudämmen. Naturheilkundliche Methoden wie Akupunktur und Hypnose sowie psychotherapeutische Maßnahmen kommen ebenfalls oft zum Einsatz, um den Rauchstopp zu unterstützen. Auch mit der E-Zigarette werden gute Erfahrungen gemacht. Experten äußern sich indigniert darüber, dass diese evidenzbasierten Ersatztherapien nicht einer erwähnenswerten gesundheitspolitischen Förderung unterliegen.

Die E-Zigarette als erfolgreichste Methode?

Inzwischen wird die E-Zigarette weltweit von über 50 Millionen Menschen genutzt. Hat sie doch gegenüber den herkömmlichen Maßnahmen den Vorteil, dass sie ritualisierte Verhaltensabläufe abbildet. Dadurch wird neben dem körperlichen auch der habituelle Entzug gefördert. Moderne E-Zigaretten erweitern ihre Funktionen. So gibt es inzwischen auch Vaporizer für CBD Blüten, die neben dem Effekt des Nikotinentzugs das körperliche Wohlempfinden steigern.

Trotzdem entstehen immer wieder Pressemitteilungen über die Gefahr, die von E-Zigaretten ausgingen. Untersuchungen der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC (Center of Disease Control) ergaben, dass diese Krankheiten durch das Verdampfen von weitaus schädlicheren Substanzen wie das Nikotin entstehen.

Der Unterschied zwischen dem Verdampfen und Rauchen

Beim Verdampfen wird Dampf inhaliert. Dabei werden Substanzen in einer E-Zigarette oder einem Vaporizer erhitzt. Dadurch werden die Inhaltsstoffe, in unserem Falle Nikotin, nicht verbrannt. Beim Verbrennen entsteht eine Unzahl toxischer Stoffe, welche die Gesundheit nachhaltig verschlechtern.

Was genau ist Nikotin?

Nikotin ist ein Nervengift, das aus der Tabakpflanze gewonnen wird. In der Pflanze dient es zur Abwehr von Fressfeinden. Beim Rauchen oder Verdampfen gerät es in den Blutkreislauf, von wo aus es zum Gehirn gelangt. Dort greift Nikotin in die Funktionsweise einiger Nervenzellen ein. Ein beruhigendes und angenehmes Gefühl entsteht. Allerdings macht die Substanz abhängig. Beim Absetzen von Nikotin entstehen Entzugserscheinungen, die die Betroffenen immer wieder zur Zigarette greifen lassen.

So viel Nikotin ist in einer Zigarette enthalten

Zur Herstellung von Zigaretten und anderen Produkten werden Tabakpflanzen getrocknet und zerkleinert. Eine Zigarette besteht aus einem Gramm der Blätter, in denen 10 bis 20 Milligramm Nikotin enthalten sind.

Nach der europäischen Gesetzgebung wurden Grenzwerte festgelegt, nach denen eine Zigarette nur ein Milligramm enthalten darf.

So gefährlich ist der Konsum von Nikotin

Üblicherweise ist Nikotin für die Gesundheit nicht schädlicher als Koffein. Die Problematik entsteht durch die über 4000 weiteren Chemikalien, die im Tabak enthalten sind. Durch das Verbrennen werden diese freigesetzt und wirken sich negativ auf die Gesundheit aus. Dann erscheinen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wahrscheinlicher und die Gefahr für Lungenerkrankungen wächst. Es empfiehlt sich deshalb, auf den Verdampfer zurückzugreifen, weil dabei keine Schadstoffe freigesetzt werden.

Nikotinentzug: So macht er sich bemerkbar

Die Symptome des Nikotinentzugs machen sich in einem verstärkten Verlangen bemerkbar. Konzentrationsschwäche, Übellaunigkeit, Wut und Gewichtszunahme sind neben Reizbarkeit, Depression und Schweißausbrüchen die Begleiterscheinungen. Deshalb sollte der gewillte Nichtraucher sich einen Plan zurechtlegen, damit das Ganze durchgestanden werden kann.

Erster Tag: Schon nach vier Stunden Rauchentzug entsteht das erste Verlangen. Am schwierigsten wird es abends. Wer diesen Schritt überwinden kann, ist auf einem sicheren Weg.

Zweiter Tag: Dieser stellt die höchsten Barrieren. Nun treten die Entzugserscheinungen geballt auf. Panik entsteht und eine gereizte Stimmung, die zu Streitigkeiten führen kann.

Dritter Tag: Jetzt werden die meisten wieder rückfällig. Kopfschmerzen treten ein. Der Stresspegel steigt. Viel Bewegung und Trinken lassen den Betroffenen diese Phase überstehen. Ab dem vierten Tag ebben die Entzugserscheinungen ab. Ab diesem Zeitpunkt wird es immer einfacher, nein zur Zigarette zu sagen.

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