Flöhe beim Hund erkennen & behandeln

Prävention spart Kosten und Leiden.
Prävention spart Kosten und Leiden. - (Foto von Artem Beliaikin von Pexels)
Prävention spart Kosten und Leiden: Flöhe sind kleine blutsaugende Parasiten. So entdecken und behandeln Sie die unerwünschten Gäste bei Ihrem Hund.

Neben starkem Juckreiz an den Einstichstellen kann ein Flohbefall weitere gesundheitliche Folgen haben. Ein großes Problem ist, dass sich die Parasiten nicht auf den Tieren selbst, sondern in der Umgebung vermehren: Sie legen ihre Eier in der Wohnung ab und innerhalb weniger Tage schlüpfen hunderte neue Flöhe, die sich wiederum auf Nahrungssuche begeben. Um sie wieder loszuwerden, muss neben dem Hund auf die Umgebung wirksam behandelt werden. Die Behandlung muss gegebenenfalls mehrfach wiederholt werden, da viele Parasitenmittel nur die geschlüpften Flöhe bekämpfen, nicht aber die Eier. Vor allem die Umgebungsbehandlung ist mit viel Aufwand verbunden. Eine regelmäßige Entwurmung bei Hunden ist daher die sinnvollere Lösung - auch der Gesundheit des Hundes zuliebe.

Wie kommt es zum Flohbefall und was sind die Folgen?

inziger Floh macht sich beim Hund selten bemerkbar. Legt dieser aber Eier im Wohnraum ab, wird der Vierbeiner innerhalb kurzer Zeit von hunderten weiteren geplagt. Diese sind nicht nur lästig für den Hund, sondern können auch Krankheiten übertragen und vor allem: Auch der Nachwuchs vermehrt sich rasch weiter. Zu den Leiden, die ein Flohbefall auslösen kann, zählen:

  • starker Juckreiz
  • Flohallergie-Dermatitis (FAD); eine allergische Reaktion, die Hautirritationen mit Entzündungen und Haarausfall verursacht
  • Gewichtsverlust und Schwäche
  • Bandwurmbefall; Flöhe sind Zwischenwirte für Bandwurmeier
  • Borreliose; eine Infektionskrankheit mit unspezifischen Symptomen, die zur Immunflucht neigt

Die Risiken für Folgen steigen, je stärker der Flohbefall ist und betreffen neben dem Hund auch Menschen in der Umgebung, sofern die Parasiten auf diese übergehen. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung, auch der Umgebung, ist daher wichtig. Noch besser ist die Vorbeugung, um es gar nicht erst zu einem Befall und einer Ausbreitung im Wohnumfeld kommen zu lassen.

Flöhe rechtzeitig entdecken

Da sich ein einziger Floh zunächst nicht wesentlich bemerkbar macht und allein nur einen geringen Juckreiz auslösen kann, wird ein Befall oft erst bemerkt, wenn sich ernsthaftere Folgen einstellen und sich die Flöhe bereits fleißig vermehren. Die Parasiten sind mit bloßem Auge erkennbar, sind allerdings bei Hunden mit dunklem oder dichtem Fell schlecht zu sehen. Sie tummeln sich häufig am Bauch und an den Innenseiten der Beine sowie am Rücken.

Es bietet sich an, den Hund regelmäßigen Kontrollen zu unterziehen, was auch hinsichtlich eines eventuellen Zeckenbefalls sinnvoll ist. Mit einem speziellen, engmaschigen Kamm werden im Fell verbliebene Ausscheidungen der Flöhe aufgespürt. Der Kamm wird gegen die Wuchsrichtung durch das Fell gezogen und anschließend auf einem Küchentuch ausgeklopft. Was dort abfällt, können normale Rückstände der Verschmutzungen von unterwegs sein, aber ebenso Flohkot. Dieser ist erkennbar, wenn nach dem Zerdrücken eine rötlich-braune Verfärbung entsteht.

Maßnahmen bei Flohbefall

Hausmittel sind bei Flohbefall wenig effektiv - ein wirksames Mittel vom Tierarzt ist die einzig sinnvolle Lösung. Zur Behandlung des Hundes sind folgende Mittel üblich:

  • Shampoo
  • Spray
  • Pulver
  • Ungezieferhalsband
  • Spot-on-Präparat

Welches geeignet ist, richtet sich nach der Größe und dem Fell des Hundes, der Stärke des Befalls und eventuellen Unverträglichkeiten. Ein Tierarzt kann dazu ausführlich beraten.

Zur Umgebungsbehandlung gibt es ebenfalls Sprays - hier ist die Anwendung gemäß den Herstellerangaben des Präparates zu wiederholen. Zudem sollte der Wohnraum gründlich gereinigt werden. Das betrifft insbesondere die Liegeplätze und Aufenthaltsorte des Hundes. Textilien können bei mindestens 60 °C gewaschen werden - die hohe Temperatur zerstört die Floheier. Die Umgebungsbehandlung kann sich über mehrere Wochen erstrecken und so lange muss auch der Hund vor einem erneuten Befall frisch geschlüpfter Flöhe geschützt werden, damit der Kreislauf wirksam unterbrochen wird.

Prophylaxe ist der beste Schutz vor Flohbefall

Dass ein Hund gelegentlich mit Flöhen in Kontakt kommt, lässt sich nicht vermeiden. Haben sich die Parasiten erst einmal auf dem Hund niedergelassen, folgt schnell eine rasante Vermehrung. Das Leid für den Hund steigt ebenso wie die Verbreitung der Flöhe in der gesamten Umgebung. Ist es so weit gekommen, gestaltet sich die Bekämpfung aufwendig und langwierig. Gesundheitliche Folgen für den Hund sind nicht ausgeschlossen und auch Menschen sind nicht von einem Flohbefall sicher. Mit einem antiparasitären Mittel vom Tierarzt lässt sich dagegen wirksam vorbeugen, so dass es gar nicht erst zu einem Befall des Hundes und einer Ausbreitung im Wohnraum kommt.

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