Gehörschutz: Tipps für den Schutz der Ohren

Unsere Sinnesorgane sind ein wichtiges Gut. Sie ermöglichen uns das Sehen, Riechen, Schmecken, Hören, Fühlen und Gleichgewicht halten.

Je besser wir auf sie aufpassen, desto geringer ist das Risiko, im Alter Einschränkungen in Kauf nehmen zu müssen. Das Hörorgan unterliegt einem normalen, altersbedingten Verschleiß. Es handelt sich dabei um eine fein abgestimmte Maschinerie, die im Laufe von Jahrzehnten schwerfälliger wird. Schwerhörigkeit ist keine Seltenheit bei Menschen über 50, rund 14 Millionen Deutsche sind laut Statistik davon betroffen.

Starker Lärm: hohe Belastung für das Hörorgan

Wer seine Ohren frühzeitig schützt und pflegt, schont das Gehör, wodurch eine gute Funktionstüchtigkeit länger erhalten bleibt. Hohe Geräuschpegel zählen zu den extrem negativen Einflüssen. Laut der Bundesanstalt für Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin steht Lärmschwerhörigkeit an erster Stelle bei den Berufskrankheiten. Aber auch laute Musik, der sich vor allem junge Menschen zwischen 12 und 35 Jahren oft in ihrer Freizeit aussetzen, gefährdet das Hörvermögen. Häufig wird die Bedrohung unterschätzt. Sie empfinden emotional positiven oder selbst verursachten Lärm nicht als solchen.

Gehörschutz zur Lärmminimierung

Mithilfe eines Gehörschutzes, der in lauter Umgebung zur Vermeidung von Schäden getragen wird, lässt sich unser Hörvermögen länger erhalten. Insbesondere Personen, die aufgrund ihres Berufs regelmäßig einem lauten Geräuschpegel ausgesetzt sind, sollten nicht darauf verzichten. Dies gilt unter anderem für

  • Bauarbeiter,
  • DJs,
  • Motorradfahrer,
  • Musiker und
  • Piloten.

Es gibt verschiedene Arten von Gehörschutzen, wobei speziell angepasste Produkte den höchsten Tragekomfort bieten. Dafür lässt man einfach einen Abdruck vom Gehörgang machen. Ein Labor stellt danach ein individuelles, auf den Träger zugeschnittenes Modell her.

Wichtigkeit von Ohrenschmalz

Dass das Hörvermögen schwächer wird, fällt vielen Betroffenen zunächst gar nicht auf. Dies liegt beispielsweise daran, dass wir oftmals einfach vergessen, den Naturgeräuschen und anderen zuzuhören. Man schaltet ab und registriert allein deshalb deutlich weniger. Zudem ist es ein schleichender Prozess, der mit einer langsamen Gewöhnung einhergeht und deshalb nur selten realisiert wird. Was viele Menschen nicht wissen: Auch die richtige Ohrenpflege trägt dazu bei, im Alter noch immer gut zu hören. So schadet die Reinigung mit Wattestäbchen mehr, als dass sie nutzt. Dabei wird Ohrenschmalz entfernt, das sowohl das Wachstum von Pilzen und Bakterien hemmt als auch für eine geschmeidige Haut im Innenohr sorgt. Darüber hinaus fängt es Schmutz und Staub ab, noch bevor sie das zarte Trommelfell erreichen, das besonders anfällig für Verletzungen ist.

Ohrentzündungen vermeiden

Viele Erkrankungen des Ohres beeinträchtigen das Hörvermögen. Verlaufen sie gut, handelt es sich in der Regel nur um eine vorübergehende Schwäche. Teilweise bleiben allerdings Einschränkungen zurück. Deshalb sollte man darauf achten, das Eindringen von Krankheitserregern zu vermeiden. Oft gelangen diese beim Baden und Schwimmen in den Gehörgang. Darüber hinaus können zum Beispiel bei Menschen, die häufig in Kontakt mit kaltem Wasser kommen, lokale Knochenvermehrungen (Gehörgangsexostose) auftreten. Sie verengen nach und nach den Gehörgang, sodass Feuchtigkeit oder Ohrenschmalz nicht mehr hinaus gelangen können. Auch wiederkehrende Gehörgangsentzündungen sind möglich. Da bei einigen Infektionen die Gefahr eines bleibenden Hörschadens im Raum steht, sollte man die Ohren beim Schwimmen schützen. Dafür geeignet sind spezielle Ohrenstöpsel für Wasser oder eine gut sitzende Badekappe.

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