Lohnt es sich noch, schlechte Gewohnheiten abzulegen?

Rauchstopp durch E-Zigarette.
Rauchstopp durch E-Zigarette.
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für gesundheitliche Probleme weiter an, weshalb erfahrene Experten empfohlen Folgendes zu befolgen:
  • Ausgewogene Ernährung
  • Verzicht auf das Rauchen
  • Regelmässige Bewegung.

Aber lohnt sich eine Umstellung des Lebens für ältere Menschen überhaupt oder ist es „zu spät“? Wir werfen einen Blick auf die Meinung von Experten zum Ablegen von schlechten Gewohnheiten im Alter und geben Ihnen Tipps zur Umsetzung eines gesünderen Lebens.

Auf eine ausgeglichene Ernährung achten

Ein großer Faktor für die Gesundheit im Alter sind eine gesunde Ernährung und ein normales Körpergewicht, um das Risiko für schwere Krankheiten zu senken. Übergewicht ist ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Krebs. Die Gefahr eines Todes vor dem 70. Lebensjahr ist laut einer Untersuchung der „Global BMI Mortality Collaboration“ bei Fettleibigkeit (Adipositas) deutlich erhöht. Das Abnehmen im Alter sowie eine ausgeglichene Ernährung kommen nicht zu spät und können Ihre Lebenserwartung erheblich steigern.

Das Abnehmen ist auch ohne strenge Diät möglich, sodass Sie nicht auf Hungerfasten setzen müssen. Eine ausgeglichene Ernährung mit regelmäßiger Bewegung kann große Erfolge beim Gewichtsverlust erzielen, wenn Sie den Plan einhalten. Sprechen Sie die Pläne für die neue Ernährung bei Übergewicht mit einem Arzt oder einem qualifizierten Ernährungsberater ab, um durch zu schnelles Abnehmen keine gesundheitlichen Probleme zu riskieren. Ein dauerhaftes Befolgen Ihres Ernährungsplans verspricht mehr Erfolgschancen als eine zu gravierende Änderung Ihrer Essgewohnheiten.

Mit dem Rauchen aufhören

Wenn Sie seit Jahrzehnten zur Zigarette greifen, haben Sie womöglich schon mehrere Versuche aufzuhören hinter sich. Hat der Verzicht auf Tabak bislang nicht funktioniert, sind Sie vielleicht geneigt zu sagen, dass der Verzicht aufs Rauchen in Ihrem Alter keinen Unterschied mehr macht. Laut des deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) ist diese Annahme jedoch falsch. Auch im Alter von 50 Jahren oder älter können bereits nach kurzer Zeit Verbesserungen bei der Gesundheit festgestellt werden. Das Aufhören mit Zigarette oder Zigarre verringert Ihr Risiko für einen Schlaganfall oder eine Krebserkrankung nach mehreren Jahren als Nichtraucher erheblich.

Für den Verzicht auf Tabak und Nikotin gibt es inzwischen zahlreiche Methoden, um Rauchern zu helfen. Effektiv zeigen sich unter anderem Verhaltens- oder Hypnosetherapien, die eine Entwöhnung von der Zigarette beschleunigen. Auch eine Nikotinersatztherapie mit Pflastern oder Kaugummis kann nach jahrelangem Rauchen den Entzug erleichtern, denn ein Verzicht von heute auf morgen löst starke Entzugserscheinungen aus. Eine große Hilfe beim Aufhören sind auch E-Zigaretten, bei denen Sie durch nikotinreduziertes Dämpfen langsam den Umstieg angehen können. Dabei profitieren Sie von deutlich weniger enthaltenen Schadstoffen als bei gewöhnlichen Zigaretten. Mit den weiteren Tipps zum nikotinfreien Dampfen gelingt Ihnen der Umstieg auf die E-Zigarette auch, wenn Sie sich über Jahrzehnte an das Tabakrauchen gewöhnt haben.

Mehr Sport treiben

Durch eine gesunde Ernährung und den Verzicht aufs Rauchen können Sie Ihre Gesundheit im Alter bereits deutlich steigern. Experten empfehlen außerdem regelmäßige Bewegung, damit Sie im Alter fit bleiben. Wenn Sie seit Längerem Sport treiben, sollten Sie damit in späteren Jahren nicht aufhören, aber die Anstrengungen unter Umständen Ihrem Körper anpassen. Aber es lohnt sich auch, mit dem Sport im Alter zu beginnen. Durch regelmäßige Bewegung erhöhen Sie Ihre Ausdauer, Fitness und die allgemeine Gesundheit. Eine bessere körperliche Gesundheit im Alter kann das Sterberisiko um 13 Prozent senken, wie eine 12-jährige Studie des amerikanischen Krebsforschungszentrums „National Cancer Institute“ herausfand. Laut den Ergebnissen lohnt es sich deshalb, den inneren Schweinehund zu überwinden und sich regelmäßig zu bewegen.

Die Bewegungsempfehlungen für ältere Erwachsene sollten so angepasst werden, dass Sie Ihren Körper nicht überfordern. Das Landeszentrum für Gesundheit NRW rät zu 150 Minuten Bewegung mit mittlerer Intensität oder 75 Minuten Bewegung mit höherer Intensität pro Woche. Auch längere Intervalle von Sport sind kein Problem, wenn Sie sich dies zutrauen. Je nach aktueller Fitness kommen als Sportarten unter anderem Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren, Krafttraining oder Wassergymnastik infrage. Beginner sollten klein anfangen und auf konstante Trainings setzen. Das regelmäßige Fithalten muss erst zur Gewohnheit werden, wenn Sie bislang keinen Sport betrieben haben.

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