Menschen mit Spenden helfen, macht glücklich

Karma durch gute Taten sammeln - beispielsweise Spenden!
Karma durch gute Taten sammeln - beispielsweise Spenden! (Bild Josh Appel on Unsplash)
Spenden, Gutes tun und Menschen, denen es schlecht(er) geht, so Unterstützung liefern: das macht zufrieden! Hilfswerke sind zudem auf Spenden angewiesen.

Helfen ist eine Tugend, derer sich Menschen insbesondere in der (Vor-)Weihnachtszeit vermehrt besinnen. Hilfwerke finanziell zu unterstützen, ist nicht nur gut für das eigene Karma-Konto, sofern man an das Prinzip Karma glaubt, sondern bringt sogar nachgewiesene positive psychologische Effekte mit sich. Eine Spende muss dafür keine hohe Summe sein, denn niemand soll sich selbst in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Kleine Beträge an seriöse Hilfsorganisationen helfen ebenfalls weiter - vor allem, wenn sich zusehends mehr Menschen für Spenden entscheiden.

Karma durch gute Taten sammeln - beispielsweise Spenden!

An Karma, ein spirituelles Konzept aus der buddhistischen Lehre, mag nicht jeder Mensch glauben. Es besagt, vereinfacht ausgedrückt, dass die guten und schlechten Taten eines Menschen konsequent über das gesamte Leben akkumuliert und gegeneinander aufgewogen werden. Am Ende erhält der eine "Belohnung", dessen eigenes Handeln vermehrt durch gute Taten geprägt war. Ein bekanntes Sprichwort dahingehend ist: "Karma kommt immer zurück". Nach dieser Philosophie sind Spenden eine Tat, mit der die "gute Seite" des eigenen Karma-Kontostandes gefüllt wird. Viele Menschen, auch solche die sonst nicht mit dem Buddhismus vertraut sind, berücksichtigen das eigene Karma doch zumindest anteilig bei ihren Entscheidungen.

Spenden schüttet Glücksgefühle aus

Wissenschaftlich fundierter als der Buddhismus, sind die zahlreichen Studien, die zum Spendenverhalten und den damit verbundenen Emotionen über die Jahre und Jahrzehnte erfolgten. Häufig spricht die Wissenschaft von einem sogenannten "Helper's High". Dieses bezeichnet die starken Glücksgefühle, die bei einem Menschen im Organismus ausgeschüttet werden, sobald er einem Menschen in Not hilft und Unterstützung anbietet. Die Existenz des "Helper's High" belegte beispielsweise eine Studie an der Harvard Business School. Da sollte eine Gruppe Probanden bereitgestelltes Geld nutzen, um sich selbst etwas zu kaufen, die andere Gruppe, um mit diesem Geld Dritten zu helfen. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die Gruppe, die das Geld verschenkte, weitaus mehr Glücksgefühle (Endorphine) generierte.

Diese Möglichkeiten gibt es, um zu spenden

Viele Wege führen zur aktiven Hilfe anderer Menschen, besonders solchen, die in Not und/oder Armut leiden. Wenn Sie helfen möchten, könnten Sie das beispielsweise so:

  • - mit einer Spende an Hilfswerke beziehungsweise internationale Hilfsorganisationen
  • - indem Sie eine Spendenaktion für Bekannte oder Freunde in Not ins Leben rufen
  • - durch Engagement bei einer lokalen Organisation oder in einer sozialen Einrichtung
  • - indem Sie Menschen, die Unterstützung benötigen, auf die eine oder andere Weise eine helfende Hand reichen

Eine Spende ist ein Zeichen von Altruismus, das direkte Gegenteil von Egoismus. Die eigenen Interessen werden hintenangestellt, um stattdessen anderen Menschen zu helfen, auch völlig fremden Menschen, denen es schlechter als einem selbst geht. Dabei gibt es viele Menschen, die Hilfe benötigen. Insbesondere im direkten Vergleich zu den hohen Lebens- und Wohlstandsstandards in Mitteleuropa wie Deutschland, Österreich und eben der Schweiz.

Hilfsorganisationen sind auf Spenden angewiesen

Ob nationale Hilfswerke oder internationale, grosse Hilfsorganisationen, sie allesamt sind auf Geldspenden angewiesen. Andere Organisationen wiederum auf Sachspenden, zum Beispiel soziale Essensausgaben oder Altkleidersammlungen. Selbst wer kein Geld zur Verfügung hat, um dieses in Form einer Spende anderen Menschen zukommen zu lassen, kann also helfen - manchmal auch nur mit alten Sachen, für die man selbst keine Verwendung mehr hat.

Wer keine Geldspende leisten möchte, kann zum Beispiel so helfen:

  • regelmässig Essen bei sozialen Einrichtungen bereitstellen
  • in sozialen Tätigkeitsfeldern aushelfen, zum Beispiel Spitäler oder Kliniken
  • alte Kleidungsstücke nicht entsorgen, sondern lieber an helfende Organisationen übergeben
  • in der Nachbarschaft Personen helfen, zum Beispiel älteren Menschen bei einem Einkauf

Unabhängig der Art und Weise oder der Geldsumme, Jahreszeit oder mit Hinblick auf den Anlass, sind Spenden eine grosse Hilfe, auf die die jeweiligen Organisationen angewiesen sind.

Ist eine Spende steuerlich absetzbar?

Firmen können bis zu 20 % des Reingewinns als freiwillige Spende steuerlich geltend machen. Mindestens müssen 100 Franken gespendet werden. In Deutschland sind Spenden bis zu 300 Euro (bis zum Jahr 2021: 200 Euro) leicht steuerlich absetzbar.

Was ist vor einer Spende zu prüfen?

Die Seriosität der Hilfsorganisation. Das gelingt beispielsweise durch Prüfung der etwaigen Mitgliedschaft in einem renommierten Dachverband oder offizielle Gütesiegel wie ZEWO oder DZI. Die Hilfswerke sollten zudem sachliche Informationen bereitstellen und nicht nur emotional argumentieren.

Müssen erhaltene Spenden versteuert werden?

Die Handhabung ist vom Wohnsitz und Rechtsstand abhängig. Insbesondere bei privaten Spendenauktionen, zum Beispiel für Nachbarn, sollten sich die Parteien, die die Spende erhalten, über die steuerlichen Regelungen frühzeitig informieren. Spendenbelege sind gegebenenfalls korrekt auszustellen.

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