Plötzlich allein: 5 Einrichtungstipps den Wandel

Vor diesem Moment fürchten sich viele Eltern: Nach der letzten Prüfung geht der Nachwuchs eigene Wege, packt die Koffer und zieht aus.

Je nachdem, wo es Kinder hin verschlägt, kann der Abschied schmerzhaft werden. Dieser Moment bietet auf der anderen Seite auch die Möglichkeit, sich zu verändern.

Eltern müssen – sobald Kinder ausziehen – nicht mehr so viel Rücksicht nehmen und können eigene Belange wieder stärker in den Vordergrund stellen. Eine Erkenntnis, die neue Freiheiten bietet. Das ehemalige Kinderzimmer lässt sich plötzlich ganz anders nutzen. Oder es ist Zeit für einen Tapetenwechsel – was an dieser Stelle sprichwörtlich zu nehmen ist. Welche Möglichkeiten bieten sich?

1. Neuer Lebensabschnitt - neue Küche

Mit dem Heranwachsen der Kinder wird auch die Küche älter und ist zunehmend gefordert. Warum nicht gleich die Gelegenheit nutzen und sich um eine neue Küchenzeile kümmern. Statt diese einfach „von der Stange“ zu kaufen, darf eine moderne Küche gerne auch individuell geplant werden. Wer Respekt vor dieser Aufgabe hat, kann sich entspannt zurücklehnen – auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.

Wichtig sind zuerst Geduld und die Einsicht, dass richtiges Planen beim Küchenkauf vor Fehlern schützt. Der Ablauf lässt sich grob in folgende Schritte einteilen:

  • Anforderungen klären
  • Küche ausmessen
  • Küchenstudio besuchen
  • Küche planen
  • Küche kaufen und einbauen lassen.

Achtung: Im Rahmen der neuen Küche kann es nötig sein, den Fliesenspiegel zu erneuern. Dieser Schritt sollte nicht vergessen werden.

Bei den Anforderungen geht es unter um die Frage, welche Art Kühlschrank es werden soll, ob mit Gas oder einem Induktionsherd zu kochen ist – und was die Mikrowelle alles kann. Sehr wichtig sind auch Fragen hinsichtlich der Materialien. Eine Natursteinplatte als Arbeitsbereich wirkt edel – kostet aber auch deutlich mehr Geld als der Arbeitsplatten-Standard.

Gerade bei der Planung können Küchenexperten mitunter sehr hilfreiche Tipps geben – etwa zur Anordnung einzelner Elektrogeräte oder was hinsichtlich der Abmessungen zu beachten ist. Nicht selten findet sogar ein Vor-Ort-Termin statt. Hier kann die Küche vom Profi vermessen und der eine oder andere Fehler noch korrigiert werden.

2. Ehemalige Kinderzimmer neu nutzen

Sobald die erwachsenen Kinder ausziehen, stellt sich eine Frage: Was wird mit dem Kinderzimmer. Anfangs dürften Eltern ratlos sein, vielleicht auch ein wenig in den Erinnerungen vergangener Jahre festhängen. Irgendwann soll der Raum aber genutzt werden. Ideen hierfür gibt es ganz verschiedene.

Je nach Größe und Lage im Eigenheim kann daraus ein:

  • Hobbyraum
  • Gästezimmer
  • Partyraum
  • Fitnessraum
  • Home Spa

werden.

Das heimische Spa setzt allerdings gewisse Rahmenbedingungen voraus. Der Boden muss für Whirlpool oder Einbausauna tragfähig genug sein. Außerdem ist an eine angemessene Feuchtigkeitsregulierung zu denken. Gerade der Whirlpool sorgt für einigen Wasserdampf. Nachlässigkeiten führen schnell zu Schimmel.

Eine der wahrscheinlich häufigsten „Umwidmungen“ wird das Einrichten eines Hobbyraums sein. Endlich die kleine Werkstatt in der eigenen Wohnung haben und das Hobby nachholen, welches als aktives Elternteil hintenanstehen musste – eine durch spannende Aussicht.

3. Smart Home: Alles wird einfacher

Stehen die Kinder auf eigenen Füßen, nutzen viele Haushalte die neu gewonnene Freiheit nicht nur in Bezug auf mehr Platz. Das ehemalige Kinderzimmer lässt sich – wie bereits gezeigt – ganz unterschiedlich nutzen. Warum nicht etwas weiter ausholen? Eine Modernisierung des Eigenheims in Bezug auf mehr Barrierefreiheit oder eine bessere Energieeffizienz passt jetzt sehr gut ins Konzept.

Die Zimmer der Kinder sind ideal, um Möbel und Co. für die Zeit der Bauarbeiten unterzubringen. Im Zuge der Modernisierung kann auch über eine Verbesserung der Wohnqualität durch Smart Home nachgedacht werden. Viele Haushalte haben hier nur den Kühlschrank vor Augen, welcher mit dem Fernseher kommunizieren kann. Smart Home geht inzwischen aber deutlich weiter.

Vorteile von Smart Home für den eigenen Haushalt:

  • Verbesserung des Diebstahlschutzes
  • Intelligente Heizungssteuerung
  • Lichtsteuerung für effiziente Stromnutzung.

Insgesamt kann Smart Home – wenn es richtig zum Einsatz kommt – die Wohnqualität nachhaltig verbessern.

Einfaches Beispiel: Moderne Thermostate lassen sich über Smart Home einfach mit dem Smartphone koppeln. Auf diese Weise ist die Regelung der Raumtemperatur mit dem Handy von unterwegs möglich. Statt die Heizung den ganzen Tag auf eine bestimmte Temperatur einzustellen, wird kurz vorm nach Hause kommen geheizt. Ein weiterer Vorteil sind smarte Steckdosen. Mit deren Hilfe kann der Stand-by-Modus vieler Elektrogeräte einfach umgangen und Strom gespart werden.

4. Tapetenwechsel im wörtlichen Sinne: Neue Trends mitnehmen

Welche Tapete hat ein Großteil der Haushalte an der Wand? Klar, es geht um Raufaser-Tapete. Diese ist in Deutschland sehr weit verbreitet. Wer den Auszug der erwachsenen Kinder für einen „Tapetenwechsel“ nutzt, muss sich schon lange nicht mehr mit diesem einheitlichen Standard zufriedengeben.

Hersteller haben in der Vergangenheit zunehmend den Trend erkannt, dass Verbraucher individuelle Lösungen bevorzugen. Gefragt sind nicht ausschließlich besonders farbenfrohe und flippige Ideen, die wie ein Picasso für die Wand wirken. Auch ungewöhnliche Ideen lassen sich heute auf die Tapete bringen. Dass diese mehr als Papier an der Wand ist, wussten schon die Generationen früherer Jahrhunderte. Mittlerweile wird Tapete wieder stärker zu einem Gestaltungselement.

Ein Beispiel: Vlies-Tapete mit eingewebten Metallfäden. Hier entsteht ein goldener oder silberner Schimmer, welcher der Tapete einen leicht metallischen Glanz verleiht. Was kann Tapete alles noch sein?

Hier zwei Ansätze:

  • Designer-Tapete: Einige Innenraum-Designer haben sich auf die Gestaltung spezieller Wandtapeten spezialisiert. Das Ergebnis kann eine Tapete mit optischen Effekten und Täuschungen sein. Basis ist oft eine Vlies-Tapete.
  • Stoff-Tapeten: Was bis ins 19. Jahrhundert in Deutschland nicht ungewöhnlich war, kommt langsam wieder in Mode. Einige Spezialhersteller nutzen moderne Fertigungsmethoden, um Gewebe-Tapeten auf den Markt zu bringen. Diese werden in verschiedenen Designs und farblichen Looks angeboten.

5. Neuer Bodenbelag für neues Wohngefühl

Der Bodenbelag wird zwar jeden Tag mit Füßen getreten, bekommt aber kaum Aufmerksamkeit. Ein Laminat-Fußboden hält im Regelfall 10 Jahre bis 15 Jahren. Bei sehr hoher Beanspruchung macht sich der Zahn der Zeit auch eher bemerkbar. Aufgrund der Einschränkungen, welche das Verlegen eines neuen Laminatfußbodens nach sich zieht, schieben Familien diesen Schritt gern auf.

Wenn die Kinder ausgezogen sind, gibt es aber eigentlich keine Ausrede mehr, das Ganze noch länger aufzuschieben. Und wer hat eigentlich behauptet, dass es immer wieder das gleiche Laminat sein muss? Inzwischen bietet der Handel sehr viele unterschiedliche Materialien als Bodenbelag an.

  • Parkett: Deutlich langlebiger als Laminat ist bei richtiger Pflege Parkett. Sollten sich unschöne Kratzer zeigen, kann es durch Abschleifen und neu versiegeln ausgebessert werden. Ein Parkett-Fußboden steigert zudem den Wert der Immobilie.
  • Teppich: Als Bodenbelag Teppich einsetzen ist meist Geschmackssache. Wem als Haushalt die Holzoptik eher liegt, wird sich nicht für textile Bodenbeläge entscheiden. Auf der anderen Seite kann ein Teppich pflegeleicht sein und strahlt eine gewisse Wärme aus.
  • Vinyl-Dielen: Hier kombinieren die Hersteller von Vinylböden die positiven Eigenschaften von Klick-Laminat und Parkett. Das Ganze wird schwimmend verlegt, bringt meist schon eine gewisse Trittschalldämmung mit und ist im Alltag pflegeleicht. Seitens der Hersteller wird eine breite Palette unterschiedlicher Designs angeboten.

Fazit: Die neu gewonnene Freiheit nutzen

Sobald Kinder auf ihren eigenen Beinen stehen, wird es im Haus der Eltern ruhiger. Anfangs ein beängstigendes Gefühl, dass auch eine Umorganisation im Alltag erfordert, entdecken Eltern sehr schnell die Vorzüge dieser Situation. Das Kinderzimmer ist frei und kann plötzlich neu genutzt werden. Wer schon immer von einem Hobbyraum geträumt hat – genau jetzt bietet sich die Möglichkeit. Dass die Kinder ausziehen, ist ein natürlicher Prozess, der zur individuellen Selbständigkeit gehört. Und auch Eltern plötzlich ganz neue Potenziale bietet.

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