Schach - die Regeln des Online-Schach

Schach - die Regeln des Online-Schach
Wie genau funktioniert das bekannte Spiel eigentlich?
Schach wurde ca. zwischen 400 - 700 Jahre n. Chr. in Indien erfunden. Etwas später, zwischen 700-900 n. Chr. breitete sich das Spiel auch in China, Japan, Iran und Russland aus.

Danach hat es auch in Europa Anklang gefunden. Im späten Mittelalter ist Schach zu einem solch großen kulturellen Spiel geworden, dass man es sogar zu den "Rittertugenden" gezählt hat. Bis knapp 1500 n. Chr. gab es mehrere Regeländerungen und die ersten Turniere wurden ausgetragen. Bis zum 18. Jahrhundert wurde das Spiel stark von spanischen, italienischen und französischen Spielern geprägt. Im 19. Jahrhundert hingegen wurden viele englische und deutsche Spieler bekannt. Die möglicherweise größte Prägung fand jedoch im 20. Jahrhundert durch die Russen statt. Die weltbesten Spieler waren zu einem großen Teil Russen. Einige bekannte Namen sind z.B. Anatoli Karpow, Garry Kasparow oder Michail Botwinnik.

Zur heutigen Zeit gibt es einige Onlineseiten, auf denen man beispielsweise über einen PC gegen andere Menschen oder auch gegen computergesteuerte Spieler spielen kann.

Das uralte Spiel hat außerdem einen großen Nutzen und bringt einige Vorteile mit sich:

Schach...

  • ist gut für die Konzentration
  • regt die Kreativität an
  • verbessert die Fähigkeit, Probleme zu lösen
  • st gutes Training für das Gehirn
  • ...und vieles mehr

Doch wie genau funktioniert das bekannte Spiel eigentlich?

Ein Schachbrett besteht aus 64 Feldern. Es gibt die Buchstaben A-H, welche für die verschiedenen vertikalen Reihen stehen. Genauso gibt es die Zahlen 1-8 als Beschreibung für die horizontalen Reihen. Die Beschreibung dient lediglich zur Orientierung, sodass man einzelne Felder genau benennen kann (z.B. D4 oder F3). Der Spieler mit den weißen Figuren macht den ersten Zug. Jede Schachfigur hat einen Namen und spezielle "Fähigkeiten". 

Es gibt zum einen die Bauern, wovon jeder Spieler acht Stück hat. Diese können sich nur nach vorne und nur ein Feld weit bewegen - Ausnahme: der Bauer wird zum ersten Mal im Spiel bewegt, dann kann er zwei Felder vor. Die Bauern sind normalerweise die "schwächsten Figuren", können aber im Verlauf des Spiels enorm wichtig werden. Wenn ein Bauer am anderen Ende des Spielfelds ankommt, kann dieser zu einer beliebigen anderen Figur werden (außer König). Normalerweise verwandelt man den Bauern in eine Dame, da diese die stärkste Figur im Spiel ist.

Jeder Spieler besitzt zudem zwei Türme. Diese können sich nach vorne, nach hinten, nach links und nach rechts bewegen. Dabei können sie beliebig viele Felder weit gehen, solange keine andere Figur "im Weg" steht.

Zwei weitere Figuren, die jeder Spieler besitzt, sind die Läufer. Ihr Bewegungsmuster ist ähnlich wie bei den Türmen, nur dass sie sich diagonal bewegen. Das bedeutet, sie können sich sozusagen nach vorne-links, vorne-rechts, hinten-links oder hinten-rechts bewegen. Auch hier gilt: Sie können beliebig viele Felder passieren, solange keine andere Figur im Weg steht.

Die wahrscheinlich einzigartigste Figur im Spiel, ist der sog. Springer - das ist die Figur mit dem Pferdeaussehen. Auch hiervon hat jeder Spieler zwei. Ihr Bewegungsmuster ist etwas kreativer als bei den anderen Figuren. Sie bewegen sich nämlich in einer "L-Form". Das bedeutet sie können z.B. zwei Felder vor und eines nach rechts - oder zwei Felder nach links und eines nach hinten. Das besondere bei dein Springern ist, dass sie über andere Figuren hinüber "springen" können. Sie sind in etwa gleich stark wie die Läufer.

Die stärkste Figur im Spiel ist die Dame. Sie kann sich in alle vier Richtungen, aber auch diagonal bewegen. Sie ist quasi Turm und Läufer vereint. 

Dann gibt es noch den König. Er kann sich ebenfalls in alle Richtungen bewegen, allerdings nur ein einziges Feld weit. Dieser ist vielleicht nicht die stärkste Figur, dafür aber die wichtigste. Denn durch den König wird das Spiel gewonnen/verloren. Positioniert man eine Figur so, dass sie den gegnerischen König "angreift", steht dieser im Schach. Es gibt für den Gegner nun drei Möglichkeiten:

  • 1. Er schlägt die Figur, die seinen König angreift
  • 2. Er bewegt den König auf ein anderes freies Feld, welches nicht angegriffen wird.
  • 3. Er stellt eine andere Figur zwischen König und angreifende Figur (sozusagen in die Angriffslinie)

Ist nichts davon möglich, bedeutet das Schachmatt und der Gegner hat verloren.

Um sich heutzutage in Schach ausprobieren zu können, muss man sich nicht erst ein Spielbrett kaufen, sondern kann auf Onlineplattformen kostenlos spielen. Probieren Sie es selbst einmal aus, vielleicht entdecken Sie ja ein neues tolles Hobby.

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