Seriöse Informationen über Gesundheitsthemen

Was steckt hinter dem Internet-Werbeauftritt?
Was steckt hinter dem Internet-Werbeauftritt? - (Bild von Michael Treu auf Pixabay)
Wen Krankheiten oder Beschwerden plagen, der sollte als Erstes einen Arzt aufsuchen.

 Oft bringen Fachleute in diesem Zusammenhang das Einholen einer zweiten Meinung ins Spiel. Inwieweit diese von einem anderen Mediziner direkt kommen muss, sei dahingestellt. Immerhin gibt es viele Gesundheitsmagazine und im Internet unzählige Seiten, die Ratschläge in Sachen Gesundheit erteilen. Doch wie erkannt man deren Vertrauenswürdigkeit?

Gesundheitsthemen suchen und finden bei Google & Co.

Bevor jemand im Internet nach Gesundheitsinformationen recherchiert, muss er wissen, was er erfahren will. Je exakter er den dafür relevanten Begriff bei Google & Co. eingibt, desto zielführender sind die Suchergebnisse. Allerdings darf er sich nicht darauf verlassen, dass die Reihenfolge der Treffer die Qualität der angezeigten Seiten kennzeichnet. Ganz oben stehen in der Regel Anzeigen, also Internetseiten von Anbietern, die Produkte verkaufen wollen. Man muss schon mehr als 10 Ergebnisse nach unten scrollen, um fündig zu werden. Dabei ist der Suchende am besten bei Websites aufgehoben, die allein von der Herkunft einen glaubwürdigen Eindruck vermitteln. Dazu gehören:

  • Webseiten von offiziellen Gesundheitsbehörden und -einrichtungen,
  • Webseiten bekannter medizinischer Institute bzw. Forschungszentren,
  • Webseiten von Stiftungen im Gesundheitswesen,
  • Webseiten von Apotheken online sowie offline.

Selbstverständlich dürfen es gern auch andere Webauftritte und Foren sein. Nur sollten User die hier gefundenen Informationen gegenchecken und nicht leichtfertig persönliche Daten weitergeben.

Bei Internetauftritten hinter die Fassade schauen

Egal welche Seite man im Internet gefunden hat: Als Erstes ist angebracht, sich deren formelle Struktur und Hintergrundinformationen anzusehen. Nicht alle verfolgen in puncto Gesundheit hehre Interessen. Oft kann der Laie nicht entdecken, ob die hinter dem Webauftritt stehenden Personen bzw. Firmen den Ratsuchenden wirklich helfen oder sie nur abzocken wollen. Um das herauszubekommen, genügt zumeist ein Blick ins Impressum. Ebenso kann ein Klick auf die Rubrik "Über uns" und den Button "Kontakt" nicht schaden. Hier finden Leser wichtige Informationen wie Name, Firma, Adresse, Telefon und Mail. Gleichermaßen aufschlussreich wäre zu erfahren, wer die Webseite finanziert bzw. sponsort. Gute Seiten, wie zum Beispiel die von Onlineapotheken, sind zudem weitgehend frei von Werbung. Zwar verkaufen auch sie Produkte, doch geschieht das nicht störend und betrifft ausschließlich vertrauenswürdige Arzneimittel. Vorsicht ist geboten, wenn ein Pop-up nach dem anderen aufgeht oder viele Anzeigen den Text unterbrechen. Sie behindern das Lesen und es geht wohl eher ums Geldverdienen als um echte Gesundheitsinformationen.

Gute Texte vermitteln Vertrauen

Genauso wie der Leser eine seriöse Seite mit Gesundheitsthemen an formellen Elementen erkennt, kann er sie anhand der Texte einschätzen. Sind diese übersichtlich gegliedert, flüssig formuliert und werden Fachbegriffe verständlich erläutert? Außerdem sollte der jeweilige Autor Infos, Tipps oder Empfehlungen für Medikamente ausgewogen und neutral vermitteln sowie deren Vor- und Nachteile klar herausstellen. Bei reißerisch aufgemachten Beiträgen darf der Leser mit Recht skeptisch sein. Solche Formulierungen wie "garantiert wirksam" oder "bereits Tausende zufriedene Anwender" gehören nicht in einen authentischen Ratgebertext. Bei Bedarf sind gute Artikel gleichfalls mit Zahlen und Gegenüberstellungen unterfüttert. Nur so kann sich der Ratsuchende ein objektives Bild machen. Doch egal wie gut die Inhalte sind, eines können sie nie ersetzen - den Besuch beim Arzt. Wer wirklich krank ist, sollte auf seinen Rat keinesfalls verzichten. Abgewandelt gilt auch hier: Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!

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