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So bekommen Sie eingewachsene Haare weg
Was sind eingewachsene Haare?
Eingewachsene Haare entstehen, wenn ein Haar nicht gerade aus der Haut herauswächst, sondern sich unter der Haut krümmt oder seitlich weiterwächst. Dadurch können kleine rote Pickel, Knötchen, Juckreiz, Druckgefühl oder Entzündungen entstehen. Besonders häufig treten eingewachsene Haare nach dem Rasieren, Epilieren oder Wachsen auf.
Betroffen sind oft Beine, Achseln, Bikinizone, Bartbereich oder Brust. Auch Menschen mit lockigem oder kräftigem Haar neigen eher dazu. In den meisten Fällen sind eingewachsene Haare harmlos, können aber störend und schmerzhaft sein.
Warum Haare einwachsen
Die wichtigste Ursache ist eine gereizte oder verstopfte Hautoberfläche. Abgestorbene Hautschüppchen können den Haarkanal blockieren. Wenn das Haar dann nachwächst, findet es keinen freien Weg nach außen. Auch sehr kurze, schräg abgeschnittene Haare können leichter in die Haut zurückwachsen.
Zu enge Kleidung, starkes Schwitzen, trockene Haut oder aggressive Haarentfernung können das Problem verstärken. Wer häufig rasiert oder epiliert, sollte deshalb besonders auf eine hautschonende Routine achten.
Eingewachsene Haare sanft behandeln
Wenn Sie ein eingewachsenes Haar entfernen möchten, ist Geduld wichtig. Drücken, Kratzen oder Aufstechen kann die Haut verletzen und Entzündungen verschlimmern. Besser ist es, die betroffene Stelle zunächst zu beruhigen.
Legen Sie für einige Minuten eine warme, feuchte Kompresse auf die Haut. Wärme kann die Haut weicher machen und das Haar näher an die Oberfläche bringen. Danach reinigen Sie die Stelle mild und tupfen sie vorsichtig trocken. Wenn das Haar bereits sichtbar ist, können Sie es mit einer sauberen Pinzette vorsichtig anheben. Ziehen Sie es jedoch nicht gewaltsam heraus, wenn es noch tief unter der Haut liegt.
Peeling gegen verstopfte Poren
Ein mildes Peeling kann helfen, abgestorbene Hautschüppchen zu lösen und den Haaraustritt zu erleichtern. Geeignet sind sanfte mechanische Peelings mit weichem Waschlappen oder chemische Peelings mit milden Fruchtsäuren oder Salicylsäure.
Wichtig ist, die Haut nicht zu überfordern. Zu starkes Rubbeln oder tägliches aggressives Peeling kann Reizungen verursachen und eingewachsene Haare sogar begünstigen. Ein bis zwei sanfte Anwendungen pro Woche reichen häufig aus.
Die Hautbarriere stärken
Trockene, raue Haut begünstigt eingewachsene Haare. Deshalb ist regelmäßige Pflege sinnvoll. Verwenden Sie nach dem Duschen eine feuchtigkeitsspendende Lotion oder Creme. Inhaltsstoffe wie Panthenol, Glycerin, Urea in niedriger Konzentration oder Aloe vera können die Haut beruhigen und geschmeidig halten.
Vermeiden Sie stark parfümierte Produkte direkt nach der Rasur, wenn Ihre Haut empfindlich reagiert. Eine intakte Hautbarriere hilft, Reizungen zu reduzieren und das Nachwachsen der Haare zu erleichtern.
Richtig rasieren
Viele eingewachsene Haare entstehen durch Rasurfehler. Rasieren Sie möglichst nicht trocken, sondern mit warmem Wasser und Rasiergel oder Rasierschaum. Verwenden Sie eine scharfe, saubere Klinge und rasieren Sie nicht mehrfach mit Druck über dieselbe Stelle.
Rasieren Sie empfindliche Bereiche möglichst in Wuchsrichtung. Das Ergebnis ist vielleicht nicht ganz so glatt, aber die Haut wird weniger gereizt. Spülen Sie die Haut anschließend kühl ab und tragen Sie eine beruhigende Pflege auf.
Haarentfernung überdenken
Wenn Sie häufig unter eingewachsenen Haaren leiden, kann es sinnvoll sein, die Methode der Haarentfernung zu ändern. Epilieren und Wachsen ziehen Haare an der Wurzel heraus. Beim Nachwachsen kann es eher passieren, dass sie unter der Haut bleiben.
Manche Menschen vertragen Trimmen besser als Rasieren. Auch dauerhafte Haarreduktion durch Laser oder IPL kann bei wiederkehrenden Problemen eine Option sein. Lassen Sie sich dazu fachkundig beraten, besonders bei empfindlicher Haut, Pigmentflecken oder Hauterkrankungen.
Was Sie vermeiden sollten
Bei eingewachsenen Haaren ist weniger oft mehr. Vermeiden Sie es, die Stelle mit schmutzigen Fingern zu berühren, daran zu drücken oder mit Nadeln zu arbeiten. Dadurch können Bakterien eindringen und kleine Entzündungen entstehen.
Auch enge Kleidung kann betroffene Hautstellen reizen. Tragen Sie möglichst lockere, atmungsaktive Kleidung, bis die Stelle abgeheilt ist. In der Bikinizone oder an den Achseln kann es helfen, mit der Haarentfernung einige Tage zu pausieren.
Wann ärztlicher Rat nötig ist
Ein einzelnes eingewachsenes Haar heilt oft von selbst ab. Ärztlichen Rat sollten Sie jedoch einholen, wenn starke Schmerzen, Eiter, zunehmende Rötung, Wärmegefühl, Schwellung oder Fieber auftreten. Auch wiederkehrende entzündete Knötchen sollten abgeklärt werden.
Besondere Vorsicht gilt, wenn Sie Diabetes haben, ein geschwächtes Immunsystem besitzen oder Medikamente einnehmen, die die Haut empfindlicher machen. Dann sollten Entzündungen frühzeitig medizinisch beurteilt werden.
Eingewachsenen Haaren vorbeugen
Vorbeugung beginnt mit einer sanften Routine. Reinigen Sie die Haut regelmäßig, peelen Sie maßvoll und pflegen Sie trockene Stellen konsequent. Wechseln Sie Rasierklingen häufig und reinigen Sie Rasierer gründlich.
Hilfreich sind vor allem:
- warme Hautvorbereitung vor der Rasur,
- scharfe, saubere Klingen,
- beruhigende Pflege nach der Haarentfernung.
So reduzieren Sie Reibung, Hautreizungen und verstopfte Poren.
Geduld mit der Haut haben
Eingewachsene Haare verschwinden selten sofort. Die Haut braucht Zeit, sich zu beruhigen und das Haar freizugeben. Beobachten Sie die betroffene Stelle und vermeiden Sie hektische Eingriffe. Eine sanfte Behandlung ist meist erfolgreicher als aggressives Entfernen.
Wenn sich das Problem häufig wiederholt, lohnt sich ein genauer Blick auf Rasurtechnik, Kleidung, Pflegeprodukte und Haarentfernungsmethode.
Fazit
Eingewachsene Haare bekommen Sie am besten mit Geduld, Wärme, milder Reinigung und sanfter Pflege weg. Verzichten Sie auf Drücken, Kratzen oder Aufstechen, damit keine Entzündung entsteht. Eine hautschonende Rasur, regelmäßige Feuchtigkeitspflege und maßvolles Peeling können helfen, neue eingewachsene Haare zu vermeiden. Wenn die Stelle stark entzündet ist oder immer wieder Probleme macht, ist dermatologischer Rat sinnvoll.
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