Trading als Einsteiger – lohnt sich das überhaupt?

Traiding ist nicht vom Alter abhängig.
Traiding ist nicht vom Alter abhängig. - (Foto von Marcus Aurelius von Pexels)
Kaufen! Kaufen!“ – Früher fand der Aktienhandel vorwiegend vor Ort bei Bank oder Börse sowie auch mal über das Telefon statt.

„Seit einigen Jahren kann man auch im Internet Aktien kaufen und verkaufen, was Anlegern maximale Flexibilität bietet. Dadurch können diese noch schneller auf Kursschwankungen reagieren, Gewinne maximieren und Verluste reduzieren, indem sie teilweise mehrfach täglich Transaktionen abwickeln. Doch lohnt sich dieses stakkatoartige Investieren überhaupt?

Was genau versteht man eigentlich unter Trading?

Der Begriff Trading stammt von dem englischen Verb „trade“ – zu Deutsch handeln. Beim Trading ist vor allem der Handel an einer Börse gemeint. Anleger investieren dabei besonders gerne in Aktien, Kryptowährungen, Edelmetalle, Zertifikate, Optionen, Devisen oder Rohstoffe.

Während viele Anleger ein langfristiges Investitionsziel verfolgen, erwirtschaften Trader durch das schnelle Ausnutzen von Kursschwankungen kurz- und mittelfristige Gewinne.

Kann denn jeder traden?

Prinzipiell kann jede Person, die über ein wenig Kapital verfügt, traden – unabhängig vom Alter. Doch natürlich sind für den Erfolg an der Börse Vorkenntnisse nötig, denn neben guten Chancen erwarten einen an der Börse auch Risiken. Aus diesem Grund ist Trading lernen für Anfänger Pflicht – wer zu unbedarft an die Sache herangeht, muss unter Umständen mit hohen Verlusten rechnen.

Neben etwas Kapital und erstem Trading Wissen braucht man dann nur noch einen Computer und eine gute Internetverbindung. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, geht es um die Eröffnung des Aktiendepots – dies ist bei Filialbanken und bei Direktbanken möglich.

Wie riskant ist Trading?

Wer mit Wertpapieren oder anderen Börsenwerten handelt, sollte sich unbedingt im Klaren darüber sein, dass es sich dabei um sehr volatile Werte handelt. Das bedeutet, die Aktien, Rohstoffe oder Devisen unterliegen Wertschwankungen. Diese Schwankungen können zu Gewinnen, aber eben auch zu Verlusten führen.

Als Anleger sollte man sich deshalb immer bewusst darüber sein, dass das investierte Geld unter Umständen verloren werden kann. Da man beim Trading sein Augenmerk auf besonders volatile Werte legt, um Kursspitzen gut ausnutzen zu können, ist natürlich auch das Risiko höher als beim langfristigen Setzen auf „sichere Pferde“.

Wie kann man beim Trading einsteigen? Nützliche Tipps

Realistisch bleiben

Nur ein Bruchteil aller Trader kann vom Trading leben oder wird sogar reich damit. Natürlich ist es möglich, doch es erfordert Geduld, Disziplin und Marktkenntnis. Dass das nicht über Nacht geht, sollte jedem Neueinsteiger bewusst sein.

Broker finden

Auch wenn Trader heute nicht mehr den Umweg über die Bank gehen müssen, um mit Aktien handeln zu können, geht es nicht ohne Makler. Der sogenannte Broker tritt als Mittelsmann zwischen Investor und Börse auf. Da das Angebot an Online Brokern wirklich groß ist, lohnt sich eine ausgiebige Recherche. Nur so findet man den passenden Broker mit den idealen Konditionen.

Trading üben

Um fit im Trading zu werden, muss man keinen Cent investieren. Sobald man einen guten Online Broker gefunden hat, kann man in der Regel ein Demokonto zum Trading nutzen. Das dient Übungszwecken, denn so kann der Anfänger die erlernten Trading Strategien und realistischen Bedingungen testen.

Marktkenntnis statt Bauchgefühl

Wer beim Traden Erfolg haben will, sollte möglichst realistische Prognosen stellen können. Das geht nur, wenn man schon vorab gut über das Marktgeschehen informiert ist und Indikatoren gut deuten kann. Neben dem Demokonto ist das vertraut werden mit wirtschaftlichen Zusammenhängen deshalb das A und O.

Budget setzen

Auch wenn am Ende eines jeden Trades im besten Fall Gewinne stehen, handelt es sich bei Aktien um spekulative Börsenwerte, die ebenso schnell in Verlusten münden können. Anleger sollten deshalb immer ein Budget haben, dessen Verlust ihnen nicht wehtun würde. Nichts wäre ärgerlicher als sich wegen eines gescheiterten Trades zu verschulden.

Verluste begrenzen

Einerseits gilt es darauf zu achten, Investitionen zu begrenzen. Jede neue Investition sollte nur 2% des Depotwertes und gleichzeitig maximal 10% des Handelsvolumens betragen. Scheitert der Trade, bleibt der Verlust überschaubar. Andererseits sollten Anleger das Stop-Loss Feature nutzen. Dadurch kann man eine Schmerzgrenze festlegen und automatisch aus dem Trade aussteigen, wenn die Preislinie unter das gesetzte Limit fällt. Das Begrenzen möglicher Verluste ist der erste große Schritt in Richtung Erfolg beim Handel mit Aktien oder Kryptowährungen.

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