Typischen Problemen vorbeugen und sie behandeln

Gesunde und bequeme Schuhe vermeiden Probleme.
Gesunde und bequeme Schuhe vermeiden Probleme. - (Bild von StockSnap auf Pixabay)
Wenn der Sommer kommt und wieder öfter offenes Schuhwerk getragen wird, bemerken viele Menschen erst, wie sehr sie ihre Füße vernachlässigt haben.

Dann werden die Nägel gestutzt und lackiert, wird die Hornhaut gefeilt und die Haut eingecremt. Gepflegte und fitte Füße sind jedoch beileibe nicht nur eine Frage der Ästhetik. Sie tragen uns Tag für Tag durch unser Leben und halten unser gesamtes Körpergewicht aus. Je älter wir werden, desto wichtiger ist es, unsere Füße zu pflegen und zu kräftigen. Denn wie an anderen Körperteilen auch, treten mit der Zeit vermehrt gesundheitliche Probleme und Verschleißerscheinungen auf. Wer sich regelmäßig um seine Füße kümmert und Zeit in deren Stärkung investiert, hat gute Chancen, bis ins hohe Alter „gut zu Fuß“ zu sein.

Häufige Fußprobleme im Alter

Die wohl bekannteste Fußfehlstellung im Alter ist der Hallux valgus. Dabei bildet sich seitlich des großen Zehs ein knöcherner Vorsprung, der sehr empfindlich auf Druckbelastungen reagieren kann. Außerdem neigt sich der große Zeh mit der Zeit immer weiter nach innen, bis er eng am „Zeigezeh“ anliegt und zu weiteren Druckstellen führen kann. Bei der Entstehung eines Hallux valgus spielt neben einer genetischen Veranlagung noch das häufige Tragen hochhackiger Schuhe eine Rolle. Behandelt wird der Hallux valgus meist mit Gymnastik, Physiotherapie und dem Tragen spezieller Einlagen. In besondere Schuhe,die genau zu diesem Zweck konzipiert wurden, können Einlagen diskret integriert werden. Eine andere oft im Alter auftretende Deformität ist der Plattfuß beziehungsweise dessen Vorstufe, der Senkfuß. Auch mit der sogenannten Morton-Neuralgie haben ältere Menschen öfter zu kämpfen. Dabei entzünden sich die Nervenbahnen zwischen Mittelfußknochen, Fußwurzel und Zehen. Es entstehen tastbare Nervenknoten, die sehr druckempfindlich sind. Sowohl bei Ruhe als auch bei Belastung können Schmerzen bis in die Zehen ausstrahlen.

Behandlung und Prävention

Die meisten chronischen Fußprobleme können mit Einlegesohlen und orthopädischen Schienen gut behandelt werden. An letzter Stelle stehen meist Operationen. Diese haben eine hohe Effektivität – stellen jedoch dennoch einen chirurgischen Eingriff dar, den es besser zu vermeiden gilt. Glücklicherweise gibt es auch diverse Präventionsmaßnahmen, die Probleme verhindern oder zumindest dafür sorgen, dass bereits bestehende Symptome gelindert werden:

Laufen Sie viel barfuß

Dass Barfußlaufen gesund ist, ist wissenschaftlich mittlerweile gut gesichert. Nicht umsonst leiden auch Naturvölker deutlich weniger unter Fußkrankheiten und legen oft problemlos viele Kilometer pro Tag zurück. Der Verzicht auf Schuhe sorgt dafür, dass der Fuß zu seiner natürlichen Bewegungsform zurückfindet. Noch dazu wird die Fußmuskulatur gestärkt und die Fußsohle mit jedem Schritt massiert. Wenn Sie öfter barfuß gehen möchten, integrieren Sie diese Praxis am besten langsam in ihr Leben und steigern sich dann Stück für Stück.

Die richtigen Schuhe tragen

High Heels sehen zwar schön aus, sind jedoch Gift für unsere Füße. Vor allem, wenn Sie bereits Probleme mit den Füßen haben, ist es wichtig, gesunde und bequeme Schuhe zu tragen. Diese haben eine möglichst flache Sohle, sind weder zu eng noch zu weit und ermöglichen so dem Fuß, sich ausreichend ausdehnen zu können. Gleichzeitig bieten sie Halt und verhindern so das Umknicken oder Stürzen.

Fußgymnastik

Gymnastikübungen für die Füße können ganz unkompliziert dazu beitragen, Schmerzen zu lindern und die Fußmuskeln zu kräftigen. Diese Übungen lassen sich leicht in den Alltag integrieren. Sind sie einmal gelernt, können Sie sie an der Bushaltestelle, beim Anstehen an der Supermarktkasse oder einfach zwischendurch ausführen. Mögliche Übungen sind das Aufheben von Gegenständen mit dem Fuß, Auf- und Abwippen oder das Spreizen aller Zehen nacheinander. Hilfsmittel sind dabei meist keine nötig – und für den Effekt lohnt sich der Zeitaufwand allemal.

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