Uhren als Wertanlage - worauf Sie achten sollten

Zeitmesser und ihr Werg
Zeit ist wohl die wertvollste Investition, die ein Mensch tätigen kann. - Photo by Dids from Pexels
Zeit ist wohl die wertvollste Investition, die ein Mensch tätigen kann. Wen wundert es daher, dass Uhren schon seit Jahrhunderten als beliebtes Symbol des Reichtums dienten.

Und auch heute noch - in Zeiten nichtvorhandener Bankenzinsen und krisengeschüttelter Ökonomie - hat sich nichts geändert. Im Jahr 2020 sind es deutschlandweit mehr als 7 Millionen Menschen, die eine Luxusuhr an ihrem Handgelenk tragen. Dabei handelt es sich nicht immer um ein ertragreiches Erfolgsmodell. Auf was man achten soll, damit eine solche Investition als gute Wertanlage dienen kann, ist im Folgenden erklärt.

Marktwert

Während Uhren vor allem als Zeitmesser dienen, können sie auch ihren Wert bedeutend steigern. Wer hat bei diesem Thema nicht begehrte Kultobjekte wie die Rolex Daytona aus Stahl vor sich? Seit sie in den späten 1980ern von Paul Newman bekannt gemacht wurde, stieg ihr Wert ums Hundertfache. Einige Modelle, die damals nicht mehr als umgerechnet 3.000 EUR kosteten, sind heute zwischen 200.000 und 300.000 EUR wert. Spannende Entwicklungen wie diese sind der Anlass, sich den Markt in den man investiert genau anzuschauen. Denn es gilt: auch eine Uhr ist immer nur so viel Wert, wie jemand bereit ist dafür zu zahlen. Der Marktwert gestaltet sich oft völlig unabhängig von einer ideellen Eigenschaft oder Technik.

Bevor man sich also munter ans Werk macht, um mit einer Uhren-Investition eine Geldanlage auf der Bank zu ersetzen, ist die gegenwärtige Nachfragesituation genau zu durchleuchten. Selten ist der Marktwert stabil. Verlässliche Sicherheit bieten eher Marken-Unikate mit limitierter Stückzahl. Vor allem unabhängige Handaufzugsmodelle werden von Anlegern als dauerhaft gängige Variante empfohlen. Aber auch Klassiker, wie die Rolex Datejust bei CHRONEXT sind eine zeitlose und nachgefragte Anlagemöglichkeit.

Budget und Aufbewahrung

Für alle Anlegerstücke gilt, dass ein sehr guter oder sogar originalverpackter Zustand ihren Wert erhöht. Interessante Modelle gibt es schon mit einem Wert zwischen 3.000 und 8.000 EUR von Breguet, Longines, Chaumet oder auch Cartier oder Chopart. Es könnte eine Entscheidung sein, wie bei Aktien mit einigen interessanten Stücken ein kleines Portfolio anzulegen, das nicht für den Alltagsgebrauch bestimmt ist. Außergewöhnliche Sammlerstücke beginnen eher um den Wert eines mittleren Kleinwagens. Alles in allem bestimmt bei dieser wie bei allen Wertanlagen das Spannungsfeld zwischen Risiko und Ertragskraft die Investitionsentscheidung. Was bei Uhren dazukommt, ist die Sicherheit, zugleich in ein Stück Kultur, Technik und Geschichte investiert zu haben.

Geschichten

Uhren mit bestimmten Stories und Communities, die diese Geschichten weitererzählen, haben einen höheren Wert als gleichwertige Modelle. Gibt es demnach bestimmte Käufer, die zum Beispiel auf Online Marktplätzen zu einem bestimmten Thema Uhren sammeln, ist eine gute Wertentwicklung wahrscheinlich. Stories mit Erfolg basieren auf geschichtlichen Ereignisse, Themen wie Krieg oder Malerei, aber auch auf bestimmten Aktivitäten wie zum Beispiel Segelsport. Wichtig ist ein Hintergrund, der der Wertanlage eine rege Kommunikation und damit auch Nachfrage beschert.

Einzigartiges Handwerk

Ein besonderes Beispiel dieser Art bei der sich Technik, Kultur und Geschichte die Hand geben, sind Uhren aus Häusern wie die des Schweizer Uhrenmachers Jochen Benzinger. Seine Stücke bieten alles - perfekte Technologie, Tradition und die Geschichten von Vintage Uhren. Seine herausragenden Stücke sind eher für den Tresor eines Sammlers als das Handgelenk geschaffen. So wird ein besonderes Exemplar in über 1000 Stunden Handarbeit durch Skelettieren, Vergolden und Guillochieren veredelt. Luxuswerkstücke die, einmal frei gegeben, auf dem Weltmarkt nicht nur aufgrund der Story wohl mehr als diesen Wert einbringen.

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