Warum uns Masken weiter durch die Pandemie begleiten

Sollten wir alle wieder Masken tragen?
Sollten wir alle wieder Masken tragen? -(Bild von Please support me! Thank you! auf Pixabay)
Die Impfung gegen das Coronavirus sollte das Leben wieder normalisieren. Dann kam die Delta-Variante.

Laut RKI rollt dank ihr gerade die vierte Welle in Deutschland an. Viele Menschen sind verunsichert. Auch Geimpfte wundern sich, welche Vorkehrungen es im Alltag angesichts der Risiken der Delta-Variante zu treffen gilt. Sollten wir alle wieder Masken tragen?

Delta verschiebt das Bild

Über den Sommer rückte die Pandemie hierzulande in den Hintergrund. Der Alltag fühlte sich wieder normaler an, die Maske wurde nicht immer aufgesetzt.

Nun ziehen uns die Delta-Mutante und der nahende Herbst einen Strich durch die Rechnung. Denn Delta, offiziell B.1.617.2 genannt, ist ansteckender als ihre Vorgänger. Das spiegelt sich in den täglich steigenden Infektionszahlen. Außerdem zeigt eine schottische Studie, dass die Infektion häufiger zu Krankenhausaufenthalten führt als bei anderen Virusvarianten.

Auch der volle Impfschutz ist nicht perfekt. Obwohl die in Deutschland verwendeten Impfstoffe gut davor schützen, durch Delta schwer zu erkranken oder gar zu versterben, ist der Schutz etwas geringer ausgeprägt als gegen die früheren Varianten. Selbst bei doppelt geimpften Menschen kam es schon zu schweren Verläufen, sogenannten Impfdurchbrüchen.

Die überwiegende Mehrheit der Krankenhauspatienten ist ungeimpft, aber Gesundheitsexperten sagen, dass jeder Vorsicht walten lassen und wieder Masken tragen sollte.

Mehrschichtiger Sicherheitsansatz

Impfung, Abstand halten, Maske tragen, dieser mehrschichtige Sicherheitsansatz wird uns noch zumindest über den Herbst und Winter begleiten. Auch für Vollgeimpfte ist die Maske sinnvoll. Das hat mehrere Gründe:

Trotz Impfung kann es zu Impfdurchbrüchen kommen. Laut RKI gab es Mitte August 2021 rund 11.000 solcher Durchbruchsinfektionen. In einigen Fällen führt das zu einem Krankenhausaufenthalt (bei zwei Prozent der Infizierten unter 60 und bei 25 Prozent der Erkrankten über 60). Inwieweit Geimpfte von Long Covid, also monatelangen Symptomen, betroffen sind, ist noch nicht abzuschätzen. Bis zu 30 Prozent der Ungeimpften leiden nach der Infektion unter dem Syndrom.

Manchmal verläuft die Infektion dank der Impfung asymptomatisch und wird nicht erkannt. Aber weil Geimpfte die gleiche Viruslast in den oberen Atemwegen haben wie Menschen, die nicht geimpft sind, können sie das Virus weiter verbreiten. Dadurch wird das Pandemiegeschehen befeuert. Hochwertige Masken wie bspw. von Virshields verhindern das.

Für Ungeimpfte ist das Coronavirus weiterhin gefährlich. Laut Impfmonitor der Berliner Morgenpost (Stand: 18.08.2021) sind 63,5 % der Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft. Den vollen Impfschutz haben 57,8 %. Also etwas mehr als die Hälfte. Das ist weit entfernt von Impfziel, das seit Juli 2021 gestaffelt berechnet wird: 90 Prozent der über 60-Jährigen und 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen müssen vollständig geimpft sein, um eine Art Herdenimmunität zu erreichen. Vor allem Kinder unter 12 Jahren sind ungeimpft, weil für sie keine Impfung zugelassen ist. Ob es durch Delta häufiger zu schweren Verläufen bei Kindern kommt, ist noch offen. Aber Long Covid und PIMS (Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome) kommen bei Kindern gar nicht so selten vor.

Jede Infektion befeuert Mutationen. Je mehr Infizierte es gibt, desto höher ist die Gefahr, dass wir eine noch gefährlichere Variante des Coronavirus als Delta bekommen. Harmloser sind die Mutationen bisher nicht geworden.

Fazit

Der Herbst bringt neben kühlerem Wetter auch wieder den Schulanfang und vielerorts das Ende des Homeoffice. Alles Gründe, warum wir uns länger in Innenräumen aufhalten werden, umgeben von geimpften und ungeimpften Menschen. Eine hochwertige Maske bietet persönlichen Schutz und leistet einen sinnvollen Beitrag für die Gesellschaft.

 

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