Tipps für die Zeit der hormonellen Umstellung

Gönnen Sie sich zwischendurch immer mal wieder Ruhephasen und Entspannung.
Gönnen Sie sich zwischendurch immer mal wieder Ruhephasen und Entspannung. - (Bild von silviarita auf Pixabay)
Als Wechseljahre wird bekanntlich die Zeit hormoneller Umstellung bezeichnet, welche meistens zwischen dem 40. und 55. Lebensjahr – in einigen Fällen auch schon früher – auftritt.

Nur etwa zehn Prozent der Männer, aber nahezu 100 Prozent der Frauen sind von den Begleiterscheinungen dieses hormonellen Wechsels betroffen.

Weibliche Wechseljahre und Menopause

Bei Frauen sinken während der Wechseljahre die Blutspiegel von Progesteron und Östrogen, welche für die Regelung des Menstruationszyklus zuständig sind, ab. Allgemein lassen sich die weiblichen Wechseljahre in mehrere Phasen einteilen.

In der Prämenopause – ab etwa dem 40. Lebensjahr - geht der Progesteronspiegel zurück und der Menstruationszyklus beginnt, unregelmäßiger zu verlaufen. Da der Östrogenspiegel noch relativ stabil bleibt, ist diese Zeit häufig durch eine sogenannte Östrogendominanz gekennzeichnet.

Etwa zwei bis drei Jahre vor der letzten Regelblutung und etwa ein Jahr danach spricht man von der Perimenopause. In dieser Zeit sinken sowohl Progesteron – als auch der Östrogenspiegel deutlich ab, Auslöser für die typischen Begleiterscheinungen der Wechseljahre.

Der Zeitpunkt der letzten Regelblutung wird als Menopause bezeichnet.

Die Postmenopause beginnt etwa ein Jahr nach der letzten Regelblutung. Sie gilt als beendet, wenn Östrogen- und Progesteronspiegel wieder ein stabiles, wenn auch niedriges Niveau erreicht haben.

Körperliche und psychische Begleiterscheinungen

Während der Wechseljahre kann es bei Frauen zu verschiedenen Beschwerden kommen. Diese Wechseljahresbeschwerden sind individuell verschieden und werden unterschiedlich intensiv wahrgenommen.

Dazu gehören Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen oder Trockenheit der Scheidenschleimhaut. Auch psychische Veränderungen wie erhöhte Reizbarkeit, Nervosität oder seelisches Auf und Ab können sich einstellen.

Bei leichten bis mäßigen Beschwerden kann manchmal schon das Beherzigen einiger einfacher Tipps für Linderung sorgen. Dabei geht es in der Regel darum, dem Körper Gutes zu tun und ihm Ruhe zu gönnen.

Das ist jedoch leichter gesagt als getan – insbesondere, wenn man einen stressigen Alltag hat. Trotzdem sollte frau versuchen, sich die Zeit dafür zu nehmen.

Tipps für die Wechseljahre

Entspannung

Vermeiden Sie Stress so gut wie möglich, denn er bringt noch mehr Turbulenzen in den Hormonhaushalt. Gönnen Sie sich zwischendurch immer mal wieder Ruhephasen und Entspannung. Vielleicht versuchen Sie auch, für solche Situationen eine Entspannungstechnik zu erlernen, beispielsweise Autogenes Training oder Qigong.

Massagen

Massagen können nicht nur die Entspannung fördern: Spezielle therapeutische Massagen wie die Fußreflexzonentherapie oder die Therapeutische Frauen-Massage sind hervorragende Begleiter in Zeiten hormoneller Schwankungen, da sie auf eine Unterstützung des Hormonstoffwechsels abzielen.

Ausreichend Schlaf

Achten Sie immer auf ausreichend Schlaf. Bei Übermüdung und daraus resultierender schneller Erschöpfung erleben Sie viele Begleiterscheinungen der hormonellen Umstellung wesentlich intensiver. Während des Schlafs regeneriert der Körper schneller als im Wachzustand. Frauen, die Probleme beim Durchschlafen haben, erleben häufig auch mehr nächtliche Schweißattacken.

Positive Einstellung

Nehmen Sie die Phasen des Wechsels an und behalten Sie eine positive Einstellung zum eigenen Körper. Die hormonellen Umstellungen Ihres Körpers sind völlig natürliche Vorgänge und lassen sich durch Ihre Ablehnung ohnehin nicht aufhalten. Denken Sie immer auch daran, welche Vorteile dieser Lebensabschnitt für Sie ganz persönlich mit sich bringt: Zum Beispiel müssen Sie jetzt nicht mehr nur für die Familie da sein, sondern können sich selbst stärker in den Mittelpunkt stellen und eigene Interessen verwirklichen.

Bewegung und gesunde Ernährung

Achten Sie auf regelmäßige und ausreichende Bewegung sowie eine gesunde, wertvolle Ernährung mit basenbildenden Lebensmitteln. Und denken Sie auch an Ihre Knochen: Da Östrogen die Stabilität der Knochen beeinflusst, nimmt durch die verringerte Östrogen-Produktion während und nach den Wechseljahren auch die Knochendichte ab.

Das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, nimmt deutlich zu. Deshalb ist es in den Wechseljahren besonders wichtig, auf eine ausreichende Zufuhr von Calcium, Magnesium und Vitamin D zu achten. Calcium ist übrigens nicht nur in Milchprodukten enthalten: Auch Gemüsesorten wie Brokkoli und Grünkohl sind ausgezeichnete Calciumlieferanten.

Unterstützung aus der Natur

Sobald sich die ersten Wechseljahresbeschwerden bemerkbar machen, kann eine Nahrungsergänzung mit Rotklee das allgemeine Wohlbefinden unterstützen. Die Phytoöstrogene des Rotklees helfen bei den typischen Beschwerden, die mit den Wechseljahren einhergehen – beispielsweise bei Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen.

Allerdings empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung, bei Nahrungsergänzungsmitteln mit Rotklee-Isoflavonen eine Menge von max. 43,5 mg Isoflavonen pro Tag und die Anwendungsdauer von max. drei Monaten nicht zu überschreiten.

Bitte beachten:

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

Bei medizinischen Problemen oder Themen ersetzen all diese Tipps und Hinweise keinesfalls die professionelle Beratung durch eine Fachperson. Suchen Sie bei medizinischen Problemen stets eine Ärztin oder einen Arzt auf.

 

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