Wie Sie die Lebensdauer Ihrer Matratze verlängern

Matratzen nehmen maßgeblichen Einfluss auf die Schlafqualität. Gleicht die Schlafunterlage beispielsweise einer Hängematte, kann von einer rückengerechten Liegeposition nicht die Rede sein.

Aber auch das Schlafklima spielt eine große Rolle.

Obwohl die Lebensdauer von Matratzen beschränkt ist und die Verwendung einen gewissen Zeitraum aus hygienischen Gründen nicht überschreiten sollte, lohnt sich ein kritischer Blick auf das individuelle Nutzerverhalten. Mit den richtigen Tipps lässt sich die Qualität des Schlafpolsters langfristig erhalten.

Nach spätestens 10 Jahren ist Schluss

Viele Hersteller sowie Verbraucherratgeber empfehlen den Austausch von Matratzen nach spätestens zehn Jahren. Obwohl die Langlebigkeit auch durch den mechanischen Verschleiß verringert wird, ist die Hygiene der Hauptgrund für diese Empfehlung. Schließlich verliert der Mensch jede Nacht eine nicht zu unterschätzende Flüssigkeitsmenge, die bis in die Matratze vordringt. Sowohl die Haltbarkeit als auch die hygienischen Bedingungen lassen sich durch bestimmte Maßnahmen verbessern.

Den richtigen Lattenrost wählen

Um möglichst lang von einem intakten Schlafsystem profitieren zu können, muss die Matratze auf einem geeigneten Untergrund platziert sein. Der Lattenrost ist bei gängigen Betten ein Muss, damit die Matratze von unten ausreichend belüftet wird und der gewünschte Liegekomfort Wirkung zeigt. Ein aufwändig verarbeitetes Modell zum hohen Preis ist für einen rückengerechten Schlaf zwar kein Muss, dennoch sollte ein Lattenrost gewisse Voraussetzungen erfüllen. Zum einen ist ein möglichst starrer Aufbau wichtig, damit sich die Liegeeigenschaften der jeweiligen Matratze nicht verschlechtern.

Zum anderen ist – abhängig von der Art der Matratze – der richtige Abstand zwischen den einzelnen Federholzleisten entscheidend. Besonders relevant sei dieser laut eines Onlinefachhandels für Schlafsysteme bei Federkernmatratzen, weil hier die einzelnen Federn bei zu großen Abständen zwischen den Leisten absinken, was zu einer Kuhlenbildung führen und die Schlafqualität mindern kann. „Bei mindestens 28 Leisten und maximal fünf Zentimeter Leistenabstand können Sie von einer guten Stützkraft für Ihre Matratze ausgehen“, erklärt das Unternehmen zum bedarfsgerechten Lattenrost unter stilbetten.de. Zu gering darf der Abstand aber ebenso wenig sein, weil die Belüftung der Matratzen ansonsten unzureichend ausfällt und die Feuchtigkeit nicht schnell genug entweichen kann. Schimmel ist eine denkbare Folge.

Drehen und Wenden

Neben einem soliden Lattenrost kann das regelmäßige Drehen und Wenden der Matratzen deren Verwendungsdauer verlängern. Bleibt die Matratze über Jahre in der gleichen Position, steigt das Risiko für Liegekuhlen, weil das Material jede Nacht punktuell an den gleichen Stellen belastet wird. Durch kontinuierliches Drehen und Wenden verteilt sich die Belastung. Deshalb ist es empfehlenswert, Matratzen bei jedem Bettwäschewechsel sowohl zu wenden als auch das Kopf- und Fußende zu variieren.

Achtung: Bei Matratzen mit ausgewiesenen Liegezonen ist das Drehen und Wenden nicht von Vorteil, weil diese ihren Zweck der ergonomischen Lagerung bei falscher Platzierung nicht mehr erfüllen.

Praktische Hygienetipps

Wie bereits erwähnt, ist die Belüftung der Matratze ein wesentlicher Faktor für hygienische Bedingungen. Ein guter Lattenrost bringt hierfür allerdings wenig, wenn der Platz darunter als Stauraum genutzt wird. Befinden sich unterhalb des Schlafsystems beispielsweise Bettkästen, Kunststoffbehälter oder Kartons zu Aufbewahrungszwecken, kann die Luft unter dem Bett nicht mehr ungehindert zirkulieren. Wärme und Feuchtigkeit verbleiben in der Matratze, wodurch die Schimmelpilzbildung sowie die Vermehrung von Hausstaubmilben angekurbelt wird. Deshalb sollte der Bereich unter dem Bett freigehalten werden. Offene Gestelle, die das Staubsaugen und feuchte Wischen des Fußbodens unterhalb der Betten problemlos erlauben, sind ideal. Weitere Tipps:

  • Ist der Matratzenkern von einem waschbaren Bezug umhüllt, sollte dieser einmal im Vierteljahr in der Waschmaschine gewaschen werden.
  • Bettdecken tagsüber zurückschlagen, damit die Matratze auch von oben belüftet wird und Feuchtigkeit entweicht.
  • Zum Vorbeugen von Schimmel ist mehrfaches Lüften täglich Pflicht. Hierbei werden die Fenster komplett geöffnet und die Heizkörper in der Heizperiode abgeschaltet.

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