Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Die meisten Bauherren benötigen eine Baufinanzierung.
Die meisten Bauherren benötigen eine Baufinanzierung. - (Photo by Sven Mieke on Unsplash)
Ohne eine Baufinanzierung könnten sich die meisten Menschen kein Haus leisten. Damit man damit nicht in Geldnot gerät, muss man gut kalkulieren.

Dazu gehört es, die richtige Art von Finanzierung zu finden, das Einkommen, Ausgaben und Eigenkapital zu beachten und schlau zu planen. Hier sind die besten Tipps für die Baufinanzierung.

Kassensturz – Wie viel Haus kann ich bezahlen?

Am Anfang der Finanzierungsplanung steht ein ehrlicher Kassensturz. Hier tragen wir zusammen:

  • wie viel Kapital wir zur Verfügung haben (z. B. durch ein Sparbuch und Besitztümer).
  • wie viel Einkommen wir haben.
  • welche Ausgaben wir haben (Lebenshaltungskosten und finanzielle Verpflichtungen wie Smartphoneverträge).

Dazu sollten wir einen kleinen Puffer mit einberechnen. Man weiß schließlich nie, wann unerwartete Kosten auf uns zukommen, beispielsweise für die Reparatur von defekten Elektronikgeräten.

Dadurch können wir berechnen, wie viel Geld im Monat übrig bleibt, mit dem wir ohne Geldsorgen die Tilgungsraten und Zinsen für die Rückzahlung des Kredits zahlen können.

  • Online gibt es Haushalts- oder Budgetrechner, die dabei helfen, die laufenden Ausgaben akkurat zu ermitteln und dabei nichts Wichtiges zu vergessen.

Hilfreiches Werkzeug: Der Baufinanzierungsrechner

Man kann für die richtige Immobilienfinanzierung bei Baufi24 einen Vergleich von Kreditangeboten durchführen, sich selbst informieren oder einen Beratungstermin vereinbaren. Hilfreich für die Berechnung, wie viel Kredit und Haus wir uns leisten können, ist deren Baufinanzierungsrechner.

Dort sind aktuelle Finanzierungsangebote von mehr als 500 Anbietern hinterlegt. Bei dem Rechner können wir Informationen eingeben und anpassen, um darunter das beste Angebot zu finden.

Dazu gehören:

  • gewünschte Darlehensmenge,
  • vorhandenes Eigenkapital,
  • Laufzeit,
  • Sollzins,
  • Tilgungssatz und
  • Wohnort.

Dadurch erhalten wir einen ersten Überblick darüber, wie sich die monatliche finanzielle Belastung gestalten würde und welche Möglichkeiten uns für die Hausfinanzierung bleiben. Im besten Fall haben wir dafür bereits einen groben Überblick darüber, wie viel die Immobilien, die unserer Vorstellung entsprechen, in unserer Umgebung kosten.

Darlehensarten wählen – welche gibt es?

Es gibt verschiedene Darlehen, mit denen wir eine Immobilie finanzieren können. Dazu gehören traditionell:

  • Der Immobilienkredit

Bei dem zweckgebundenen Kredit für einen Hausbau oder -kauf leihen wir uns einen Betrag und legen mit dem Kreditgeber einen Zinssatz, eine Laufzeit und die Höhe der Tilgungsraten fest.

Während der Laufzeit zahlen wir bestimmt durch den Tilgungssatz zuzüglich der Zinsen monatlich einen Anteil des Geldes zurück, das wir uns geliehen haben. Zusätzlich müssen wir Eigenkapital einbringen, mit dem wir eine gewisse Menge des Kauf- oder Baupreises selbst zahlen.

Für einen Immobilienkredit legen wir in der Regel einen Sollzins fest, der für die Laufzeit des Vertrags gleich bleibt.

  • Durch die Auswahl des spezifischen Kredits, der Menge an Eigenkapital und anderen Faktoren, können wir beeinflussen, wie vorteilhaft das Darlehen am Ende sein wird.
  • Das Bauspardarlehen

Bei einem Bausparvertrag sammeln wir Guthaben und haben erst ab einem gewissen Betrag Anspruch auf das dazugehörige Darlehen. Die Bank gibt vor, ab welcher Menge das Guthaben zuteilungsreif ist. Je nach Tarif müssen wir dabei mehrere Jahre lang Geld ansparen.

Für eine Sofortfinanzierung müssen wir das Spardarlehen deshalb mit einer Zwischenfinanzierung verbinden. Sie ist ein tilgungsfreies Darlehen, das mit dem Guthaben und Bausparkredit abgelöst wird, wenn der Bausparvertrag schließlich zugeteilt wird.

  • Der Vorteil des Bauspardarlehens sind die niedrigen Zinsen, die man sich schon bei Abschluss des Sparvertrags sichert.

Bei dem beliebten Wohn-Riester-Darlehen werden staatliche Förderzulagen direkt in die Tilgung des Kredits eingezahlt.

  • Eine Vollfinanzierung

Bei der Vollfinanzierung fällt das Eigenkapital weg, das wir für einen Immobilienkredit normalerweise einbringen müssen. Das erspart es uns, erst sparen zu müssen, bevor wir den Hauskauf angehen können.

Zeitgleich ist das Risiko der Vollfinanzierung aber auch höher und die Kreditbedingungen, wie der Zinssatz, sind schlechter. Kredite, die besonders attraktiv scheinen, können schnell zu einer Schuldenfalle werden.

  • Deshalb lohnen sich Vollfinanzierungen nur, wenn wir garantiert ein gutes Einkommen haben, mit dem wir für die Laufzeit des Kreditvertrags fest rechnen können. Hier zahlen wir aber auch mit einem erfolgreich abgezahlten Darlehen wegen der hohen Zinsen am Ende mehr als bei anderen Finanzierungen.

Tipps für Immobilienkredite

Damit man bei der Finanzierung attraktive Konditionen erhält oder anderweitig spart, eignen sich die folgenden Tipps:

  • Fördermöglichkeiten prüfen

Die KfW-Bank, das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle oder die Förderbanken der Länder geben unter gewissen Umständen Fördermittel für einen Hausbau oder Zugang zu besonders niedrigen Zinsen für Kredite.

Dafür müssen wir entweder besonders energieeffizient bauen, oder eine gewisse Einkommensgrenze unterschreiten.

  • Viel Eigenkapital einbringen

Je mehr Eigenkapital wir in den Kredit einbringen können, desto weniger Geld müssen wir uns von der Bank leihen. Deshalb ist dann der Betrag niedriger, auf den die Zinsen anfallen.

Zudem belohnt ein Kreditgeber den Kreditnehmer für die hohe Sicherheit mit besonders attraktiven Konditionen.

  • Anschlussfinanzierungen vermeiden

Die beste Immobilienfinanzierung ist so gestaltet, dass wir das Darlehen innerhalb der Laufzeit abbezahlen können. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Darlehenshöhe, die Laufzeit, die Tilgungsraten und das eingebrachte Eigenkapital gut miteinander abgleichen.

  • Eine besonders niedrige finanzielle Belastung im Monat durch einen besonders niedrigen Tilgungssatz kann dazu führen, dass wir es nicht schaffen, die Schuld im Rahmen der Vertragslaufzeit abzubezahlen.

In diesem Fall wird eine Anschlussfinanzierung notwendig. Diese erhalten wir dann in der Regel nicht mehr für den attraktiven Sollzins, der für den ersten Darlehensvertrag festgelegt wurde. So sind wir am Ende eventuell gezwungen, Kredite mit schlechten Konditionen anzunehmen, um die Restschuld zu begleichen.

Fazit

Der Kauf oder Bau einer eigenen Immobilie ist für die meisten Menschen die größte Ausgabe in ihrem Leben. Damit wir die Kosten und die monatliche finanzielle Belastung durch einen Kredit tragen können, ist es wichtig, die Angebote und persönliche Möglichkeiten gut zu prüfen.

Fördergelder durch den Staat können dabei helfen, das Darlehen zu zahlen. Je mehr Eigenkapital wir einbringen können, desto attraktiver sind die Kreditkonditionen.

Online finden wir viele hilfreiche Tools, wie Haushalts- und Baufinanzierungsrechner. Mit diesen finden wir heraus, was unsere Mittel sind und welche aktuell verfügbaren Kreditverträge sich am besten für unser Vorhaben eignen.

Dabei lohnt es sich, auf einen Festzins für die Laufzeit zu achten. Dieser lohnt sich aber nur, wenn wir die Darlehenshöhe mit den Tilgungsraten auch innerhalb dieser Zeit abbezahlen können. So vermeiden wir teure Anschlussfinanzierungen.

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