Aktiv im Alter

„Man ist nur so alt, wie man sich fühlt.“
„Man ist nur so alt, wie man sich fühlt.“ - Bild von pasja1000 auf Pixabay
Altern – für manche ist die Vorstellung ein Graus ein Greis zu werden, für andere klingt es nach purem Glück.

Aber wann gilt denn ein Mensch als „alt“?

Ist es, wenn er oder sie die neueste Technik nicht mehr versteht? Oder doch erst, wenn die Beine einen nicht mehr ganz so weit tragen wie sie eigentlich sollten? Wenn der Rollator die längste Limousine im Fuhrpark ist?

Pauschal zu beantworten ist diese Frage wohl überhaupt nicht. Aber vielleicht stimmt ja zumindest mal das Sprichwort: „Man ist nur so alt, wie man sich fühlt.“

Denn so alt wie man sich fühlt, kleidet man sich, man richtet den Alltag und besondere Ausflüge nach der eigenen Einschätzung des Alters ein und geht entsprechend mit anderen Menschen um.

Doch eine Frage bleibt dann doch bei jedem hängen, leise schleicht sie sich von hinten an, um einen dann bei Eintritt des endgültigen Rentenalters harsch wie hinterhältig zu überfallen.

Was soll ich eigentlich machen mit all der ungekannten Zeit?

Ja, es ist eine sonderbare Situation aus heiterem Himmel vor so viel zeitlicher Freiheit zu stehen und irgendwie nichts damit anfangen zu können.

Der erste Schritt raus aus diesem potenziell äußerst deprimierenden Dilemma: der beste Freund des Menschen, ein Hund. Völlig egal wie man auf ihn getroffen ist – ob nun über Google Adwords Anzeigen bei Google, mit denen für deutlich mehr Sichtbarkeit im Netz gesorgt wurde oder über einen Züchter oder das Tierheim: kaum ist das wuschelige Tierchen da, hat man es auf ewig ins Herz geschlossen.

Man kauft süße Halsbänder, bunte Leinen und fängt an mehrmals täglich mit dem verkuschelten Fellknäuel durch die Felder, Wälder und Wege der Umgebung zu ziehen und dabei die Landschaft sowie biologisch ungleiche Zweisamkeit zu genießen.

Und das ist tatsächlich auch noch eine recht sinnvolle Beschäftigung.

Denn zum einen – sollte man durch welchen Umstand auch immer – alleinstehend sein, fühlt man sich deutlich weniger einsam und zum anderen bewegt man sich genügend an der frischen Luft, was alles andere als schädlich für Lunge und Muskulatur im Alter ist.

Eine weitere Möglichkeit aktiv im Alter zu sein ist es, dem gekannten Hobby nachzugehen. Das kann die Fotografie beispielsweise sein. Dem nächsten Schnappschuss hinterherzujagen kann nämlich ebenfalls sehr anregend sein. Egal ob es die Kornblumen zu ihrer Jahreszeit sind oder das schöne neue Auto des Nachbars – alles kann geknipst werden, alles kann zur Beschäftigung werden. Und wenn man in diesem Hobby auch noch gut ist, lässt sich vielleicht sogar ein Wochenendtrip dabei so nebenher verdienen.

Für die weniger Technik Affinen gibt es aber natürlich ebenso Möglichkeiten. So widmen sich viele ältere, männliche Mitglieder unserer eigentlich tollen Gesellschaft dem Werkeln im Hinterhof oder dem Schuppen. Daraus lassen sich dann großartige Kunstwerke erschaffen wie aus Bastel-Zement gegossene Skulpturen, Tische für Kinder und Kindeskinder sowie Kerzenständer für den ganz eigenen dekorativen Wahn.

Auch Fahrrad fahren wird immer beliebter mit all den Touren an Seen, Wäldern, Flüssen, Hügeln und Bergen vorbei, halten sich die älteren Herrschaften gerne fit und sehen dabei die Umgebung rund um den Gemüsegarten mit völlig anderen Augen. So lässt sich Natur auf ganz neue Art und Weise begreifen.

Wo das Thema gerade auf die Natur gefallen ist…

Auch für Wanderungen wird die Zeit effektiv genutzt. Die Strecke ist egal, die Hauptsache ist, dass sie irgendwas Grünes beinhaltet und man immer wieder Möglichkeiten zum Entspannen, Betrachten und Bewundern hat. Das Fernsehen der modernen Natur sozusagen.

Reisen

Nach wie vor ist es eine der beliebtesten Aktivitäten der Deutschen: das Reisen.

Wohin ist auch hier eigentlich gar nicht so wichtig. Einfach die Welt sehen, darauf kommt es an. Menschen kennen lernen, im Alter mit der dementsprechend zur Verfügung stehenden Zeit noch einmal den Horizont erweitern. Um Erfahrungen auf dem kulinarischen Gebiet. Mit Erfahrung auf dem Gebiet der sieben Weltwunder. Oder Schweden mal nicht mit quengelnden Kindern erleben, sondern die Natur mal so richtig genießen. Genießen, wie die Fjorde die Landschaft einnehmen. Genießen, wie die Farbe an dem Haus am See langsam aber sicher blasser wird und genießen, wie der Schaukelstuhl auf der hölzernen Veranda entspannt wie entspannend vor und zurückwippt.

Oder noch einmal nach Mallorca. Aber diesmal ohne Alkohol, zu laute Musik und überfüllte Bars. Einfach mal die Strände genießen, das heimische Essen, die heimischen Getränke und das Leben derer erfahren, die dort tatsächlich leben.

Das alles natürlich wieder, wenn man in all diese Länder mehr oder weniger gefahrlos einreisen kann, wenn die Corona Pandemie zumindest bei uns ein wenig den Rückzug angetreten hat.

Zusammenfassend ist das Alter für uns alle eine der wohl größten Herausforderungen des Lebens, die es brillant zu meistern gilt.

Doch mit der Unterstützung unserer Lieben und genügend Aktivitäten im Petto kann das auch die mit schönste und insbesondere entspannendste Zeit sein.

Und wenn man dann mit den Enkelkindern auf der Schaukel draußen im Garten das eigene Leben ein wenig Revue passieren lässt, ist doch irgendwie alles auf diesen einen Moment zugelaufen.

Also ist das Alter vielleicht auch gar nicht das beängstigende Ende, sondern das lang ersehnte Ziel. Das so lange und oft gesuchte Glück.

Genießen wir doch irgendwie einfach die Zeit, die wir hier auf diesem schönen Planeten haben.

So lange ist sie nämlich nicht.

Also: Don’t worry, be happy!

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