Geschenke für nachfolgende Generationen schnüren

Deutschland hat eine der ältesten Bevölkerungen der Welt. Damit ist klar, dass diese Generation allein schon zahlenmäßig viel leisten kann, was den Schutz des Klimas anbelangt.

Vor allem Eigenheimbesitzer genießen diesbezüglich viele Möglichkeiten – aber auch Mieter. Das gilt sogar unter der Prämisse, dass sich zahlreiche Menschen 50plus keine umfassenden Sanierungen mehr leisten möchten oder Banken ab einem gewissen Alter keine Kredite zu tragfähigen Konditionen mehr vergeben. Trotzdem: Jeder kann etwas tun, wie es so schön heißt. Hier einige Tipps.

1. Sich über die Grundlagen informieren.

Umwelt- und Klimaschutz sind komplexe Themen. Gerade deshalb ist es so wichtig, sich intensiv mit diesen auseinanderzusetzen. Denn nur durch Wissen lassen sich sinnvolle Maßnahmen ergreifen, um im kleineren oder größeren Ausmaß einen Beitrag zu leisten. Spätestens mit dem Renteneintritt, wenn ausreichend Zeit zur Verfügung steht, gibt es daher keine Ausreden für die älteren Generationen mehr, sich nicht mit dieser Thematik zu befassen – auch, wenn die Klimakrise und ihre Auswirkungen sie vermutlich nicht mehr allzu sehr betreffen werden. Wer eigene Kinder und Enkelkinder hat, wünscht sich schließlich, dass auch diese noch in einer lebenswerten Welt aufwachsen dürfen. Und selbst, wenn dies nicht der Fall ist, so handelt es sich um eine Frage der Solidarität.

Schon grundlegendes Wissen rund um den Umwelt- sowie Klimaschutz kann dabei helfen, den eigenen Alltag nachhaltiger zu gestalten. Dadurch leistet jeder einen Beitrag und in der Masse ergibt sich eine nennenswerte Wirkung. Den Müll richtig zu trennen, die richtigen Lebensmittel einzukaufen oder die richtigen Fortbewegungsmittel zu wählen, sind Beispiele für solche grundlegenden Maßnahmen, die ebenso simpel wie wirkungsvoll sind. Nachhaltig(er) zu leben und dadurch den nachfolgenden Generationen ein Geschenk zu machen, muss also keine großen Veränderungen im eigenen Alltag oder ein zeitintensives Engagement bedeuten. Schon kleine Änderungen der Gewohnheiten sind hingegen ein guter Anfang und bringen noch weitere Vorteile mit sich wie Kosteneinsparungen durch den geringeren Stromverbrauch oder mehr Bewegung durch den Verzicht auf das Auto. Wer richtig an den Umwelt- sowie Klimaschutz herangeht, kann also auch – oder vor allem – im fortgeschrittenen Lebensalter noch davon profitieren.

2. Zuhause sinnvolle Verbesserungen vornehmen.

Viele ältere Menschen haben ein Eigenheim, das bestenfalls bereits abbezahlt ist. Das bietet ihnen einen gewissen (finanziellen) Spielraum, um Verbesserungen im Sinne der Nachhaltigkeit vorzunehmen. Aber selbst mit geringem Budget oder in einer Mietwohnungen sind einige dieser Maßnahmen möglich – gegebenenfalls nach Absprache mit dem Vermieter. Die Installation einer Solaranlage ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Sie stellt nämlich eine größere Investition dar und wer diese nicht leisten kann oder will, der kann sie kurzerhand auch mieten. So oder so ist es wichtig, dass diese an die eigenen Voraussetzungen sowie Bedürfnisse angepasst wird. Dann leistet sie nicht nur einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz, sondern erzielt auch eine attraktive Rendite und sorgt für Kosteneinsparungen. In einem Mietobjekt ist aufgrund der Fördermöglichkeiten vielleicht sogar der Vermieter zu dieser Investition bereit. Fragen kostet bekanntlich nichts!

Weitere sinnvolle Umrüstungen im Eigenheim sind beispielsweise klimaneutrale Heizquellen wie eine Solarthermieheizung, eine umweltfreundliche Dämmung, der Einbau energieeffizienter Fenster oder die nachhaltige Neueindeckung des Daches. Am besten erstellen Sie also ein individuelles Konzept, welche Investitionen in Ihrem Eigenheim möglich sowie sinnvoll sind – und informieren sich ebenfalls über Fördermöglichkeiten. Eine energetische Sanierung wird nämlich in vielerlei Hinsicht finanziell unterstützt. Falls Sie hingegen zur Miete wohnen, können auch kleinere Verbesserungen einen wertvollen Beitrag leisten. Ein Smart Home hilft Ihnen nicht nur zu mehr Eigenständigkeit, sondern beispielsweise auch beim Stromsparen oder Sie verringern den Wasserverbrauch mittels Durchflussbegrenzer. Auch diesbezüglich empfiehlt sich daher ein individuelles Konzept sowie gerne eine professionelle Beratung – dann können Sie nicht nur Umwelt sowie Klima schützen, sondern auch von Kosteneinsparungen profitieren.

3. Sich selbst und der Natur im Garten helfen.

Egal, ob gemietet oder Eigentum: Wenn Sie einen Garten zur Verfügung haben, bieten sich zahlreiche kleinere oder größere Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit an. Sie können den Umwelt- sowie Klimaschutz sogar aktiv fördern, indem Sie nicht nur Klimaschädliches vermeiden, sondern den Garten sogar klimaförderlich gestalten. Was kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach, denn viele Maßnahmen erfordern minimalen Arbeitsaufwand, bringen aber eine maximale Wirkung. Ein Naturgarten ist daher ohnehin die beste Lösung und bietet einen hohen Freizeitwert gepaart mit geringem Aufwand, der vor allem mit steigendem Lebensalter wichtig ist. Hier einige Beispiele, wie das nachhaltige Gärtnern aussehen kann:

  • Kompost anlegen und als natürlichen Dünger verwenden.
  • Natürlichen Dünger zudem aus Bioabfällen herstellen.
  • Die Gründüngung als Alternative nutzen. 
  • Beim Kauf auf torffreie Erde achten.
  • Regenwasser auffangen und in eine Regentonne leiten.
  • Diese Tonne für die Bewässerung nutzen.
  • Obst, Früchte, Gemüse und Kräuter möglichst selbst anbauen.
  • In Beeten auf Abwechslung achten.
  • Nutzpflanzen für Insekten & Co zur Verfügung stellen.
  • Chemiefreien Gartenteich anlegen.
  • Unterschlupf für Tiere wie Nistkästen installieren.
  • Hecken oder Bäume als natürlichen Sichtschutz verwenden.
  • Auf heimische Pflanzenarten setzen.
  • Keine oder natürliche Pflanzenschutzmittel nutzen.

Es gibt also viele Möglichkeiten, um den eigenen Garten nachhaltiger zu gestalten, ohne an Qualität einzubüßen. Ganz im Gegenteil, ist ein entsprechend gestalteter Garten optisch ansprechend und funktional. Er ist aufgrund des geringen Arbeitsaufwands zudem praktisch und kann mit bestem Gewissen genossen werden. Viele der genannten Tätigkeiten müssen ohnehin erledigt werden, nur findet das mit den genannten Tipps auf nachhaltige(re) Weise statt.

4. Fahr- und Einkaufsgemeinschaften bilden.

Immer wieder müssen im Alltag kürzere oder längere Wege zurückgelegt werden, beispielsweise zum Supermarkt oder zu einem Arzttermin. Viele Menschen greifen dafür automatisch auf ihr eigenes Auto zurück. In größeren Städten warten dann aber Herausforderungen wie der Parkplatzmangel und zudem ist das Auto natürlich kein nachhaltiges Fortbewegungsmittel. Besser ist es in solchen Fällen, diese Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen, wann immer dies möglich ist. Auch die Anschaffung eines E-Bikes kann sich daher lohnen, um nicht nur nachhaltiger, sondern auch gesünder unterwegs zu sein als im Auto. Alternativ steht in städtischen Regionen ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz zur Verfügung. Es gilt also, solche Alternativen zu kennen und zu nutzen.

In ländlichen Regionen ist das hingegen schwieriger, denn es mangelt meist an einem öffentlichen Verkehrsnetz und die Wege sind zu weit, um sie zu Fuß zurückzulegen. Auch das Fahrrad ist nicht immer eine Option, wobei E-Bikes durchaus für weitere Strecken genutzt werden können. Es gilt also auch hier, ein nachhaltiges Konzept für die eigene Mobilität zu entwickeln. Ist das Auto hingegen die einzig sinnvolle Möglichkeit, können zumindest Fahrgemeinschaften gebildet werden. Prüfen Sie beispielsweise, ob Sie zu einem Familientreffen bei Ihren Kindern mitfahren können oder zu einem Arzttermin bei einer Freundin. Auch offizielle Angebote wie das Carsharing sind dafür eine hervorragende Lösung. Zudem lohnt es sich, so wenige einzelne Wege wie möglich zurückzulegen. Anstatt beispielsweise dreimal pro Woche einkaufen zu fahren, reicht ein großer Wocheneinkauf. Noch nachhaltiger wären Einkaufsgemeinschaften – und dadurch macht dieser Wocheneinkauf zugleich noch mehr Spaß.

5. Die Küche klimaneutraler machen.

Die Küche bietet große Potenziale, wenn es um eine nachhaltige(re) Lebensweise geht. Das betrifft zum Beispiel den Strom- und Wasserverbrauch, aber auch die Auswahl der zubereiteten Speisen und viele weitere Aspekte. Da die Küche tagtäglich in Benutzung ist, stellt sie also einen hervorragenden Ansatzpunkt für den Klimaschutz dar. Sowohl größere als auch kleinere Maßnahmen sind dabei sinnvoll:

  • Die Auswahl energieeffizienter Elektrogeräte.
  • Wassersparende Spülmaschine und Wasserhähne.
  • Küchenmöbel aus ökologischem Holz (auf Siegel achten).
  • Recycelbares Küchenzubehör mit langer Lebensdauer kaufen.
  • Vermeidung von Plastik bei Verpackungen, Müllbeuteln & Co.
  • Wiederverwendung von Materialien wie Zeitungspapier als Biomüllbeutel.
  • Kauf von unverpackten Lebensmitteln.
  • Erstellung eines Essensplans und einer Einkaufsliste.
  • Zubereitung regionaler sowie saisonaler Speisen.
  • Aufbewahrung in Glasbehältnissen.
  • Müll richtig trennen oder – besser noch – vermeiden.
  • Fleischkonsum einschränken oder vollständig einstellen.

Auch die Resteverwertung ist in der Küche ein wichtiges Thema. Ziel sollte schließlich sein, dass so wenige Lebensmittel wie möglich im Mülleimer landen. Das gilt auch, wenn Sie selbst Gemüse, Kräuter & Co anbauen, denn dann haben Sie nach der Ernte oft zu viele verderbliche Lebensmittel, als dass Sie diese rechtzeitig verbrauchen könnten. Es gilt also, diese durch geeignete Methoden haltbar zu machen und im Laufe der Zeit schrittweise aufzubrauchen. Gegebenenfalls bieten sich hierfür spezielle Anschaffungen wie ein Dörrgerät an, wenn sich diese Investition in Ihrem Einzelfall lohnt. Auch in der Küche empfiehlt sich deshalb ein nachhaltiges Konzept und wer ohnehin eine neue Küche einbaut, sollte zudem auf die Barrierefreiheit achten, damit sie am Ende sowohl nachhaltig als auch praktisch ist. 

 

6. Junge Menschen sicht- und hörbar unterstützen.

Dass die Klimakrise im vollen Gange ist, ist keine Erkenntnis der vergangenen Jahre. Bereits seit Jahrzehnten warnen Experten vor der Katastrophe und ihren Auswirkungen. Lange Zeit hat aber niemand gehandelt und erst jetzt, wo die ersten Auswirkungen auch im globalen Norden spürbar werden, geht ein Aufschrei durch die Gesellschaft. Die Empörung betrifft aber bislang vor allem die jüngeren Generationen, denn sie sind es, die mit den Folgen der Klimakrise leben müssen. Immer häufiger gehen sie daher auf die Straßen, um für mehr Klima- sowie Umweltschutz zu demonstrieren. Einige wählen sogar Maßnahmen wie Streiks, doch auch diesbezüglich sind oft nur wenige Ältere zu sehen.

Das bedeutet nicht, dass ältere Generationen nicht ebenfalls ein Bewusstsein für die Problematik haben und ihren Nachfahren dabei helfen möchten, eine Lösung zu finden. Sie beteiligen sich nur oftmals nicht mehr an entsprechenden Protesten, weil es ihnen vielleicht an der Energie fehlt oder sie nicht das digitale Know-how haben, um digitale Aktionen zu unterstützen. Es ist deshalb sinnvoll, einfach Ihre Kinder oder Kindeskinder zu fragen, wie Sie diese bei ihren Anliegen unterstützen können. Jede Stimme ist schließlich wertvoll, wenn es darum geht, ein Umdenken in der Gesellschaft sowie Politik hervorzurufen. Gerne können Sie daher mit auf die Straßen gehen und eine tatkräftige Unterstützung für die jüngeren Generationen sein. Aber Sie können auch hinter den Kulissen arbeiten, entsprechende Plakate anfertigen, an Klimaschutzorganisationen spenden, digitale Unterschriftensammlungen unterzeichnen oder ähnliche Maßnahmen ergreifen. Hauptsache, Sie bleiben nicht (länger) untätig!

7. Mit einem Fokus aufs Klima und die Enkelgeneration wählen.

Nicht untätig bleiben – dieses Motto gilt auch beim Wählen. Seien es Landtags-, Bundestags- oder andere Wahlen: Jede Stimme ist wertvoll und wenn mehr Umwelt- sowie Klimaschutz in die Politik einziehen soll, müssen entsprechende Parteien gestärkt werden. Natürlich spielen auch Ihre persönlichen Belange beim Wählen eine wichtige Rolle, schließlich gibt es viele Probleme wie die zunehmende Altersarmut, welche die älteren Generationen beschäftigen. Trotzdem dürfen Nachhaltigkeitsaspekte bei dieser Entscheidung nicht vernachlässigt werden. Es gilt also, nicht nur in die eigene Zukunft zu blicken, sondern auch in jene der Kinder- und Enkelgenerationen.

Eine sinnvolle Strategie beim Wählen ist daher, sich im ersten Schritt eine eigene Liste mit Kriterien anzulegen, welche die jeweilige Partei unbedingt erfüllen muss. Zusätzlich können Sie Punkte aufschreiben, die im Optimalfall erfüllt werden, aber für Sie kein „Muss“ sind. Im zweiten Schritt können Sie dann die Wahlprogramme der einzelnen Parteien im Detail lesen, miteinander und mit Ihrer Checkliste vergleichen. Meistens findet sich leider nicht die eine Partei, welche Ihre Interessen in sämtlichen Belangen optimal widerspiegelt. Aber es findet sich zumindest eine, welche den Klimaschutz mit Ihren wichtigsten Anforderungen in Einklang bringt. Je nach Wahl, können Sie ansonsten auch die Erst- sowie Zweitstimme sinnvoll kombinieren.

Es gibt also nicht die eine richtige Art zu wählen, aber es gibt definitiv eine falsche. Viele Bürger wählen nämlich rein aus Gewohnheit. Sie wählen also jedes Mal dieselbe Partei; einfach, weil sie diese schon immer gewählt haben. Oder sie wählen diese sogar nur, weil bereits ihre Eltern und Großeltern diese gewählt haben. Es gilt also, diesbezüglich die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen und sich bei jeder Wahl erneut Gedanken darüber zu machen, welche Partei die eigenen Interessen wirklich vertritt.

8. Das Reiseverhalten überdenken und ggf. anpassen.

Dass die Deutschen das Reisen lieben, ist kein Geheimnis. Viele Menschen möchten daher den Ruhestand nutzen, um langgehegte Träume wie jenen von einer Weltreise zu verwirklichen. Aber auch kleinere Reisen sind für über 50-Jährige im oder nach dem Berufsleben ein Muss, um manchmal gedanklich vom Alltag abzuschalten und einfach das Leben zu genießen. Das ist auch vollkommen in Ordnung, denn Sie müssen nicht dem Klima- sowie Umweltschutz zuliebe auf das Reisen verzichten. Sie können und sollten aber die Reiseart überdenken, denn vor allem Flug- und Fernreisen können zum Klimasünder werden. Auch eignen sich nicht alle Reiseziele und Unterkünfte für eine „grüne“ Reise, weil sie beispielsweise Abfälle ins Meer leiten oder andere Gegebenheiten aufweisen, die sich mit dem Nachhaltigkeitsgedanken nicht vereinbaren lassen.

Planen Sie zukünftige Reisen daher möglichst nachhaltig, dann können Sie diese mit reinem Gewissen genießen und müssen trotzdem nicht nur in den eigenen vier Wänden bleiben. Sie können beispielsweise eine Fahrradreise oder einen Wanderurlaub unternehmen. Sie können in einem „grünen“ Hotel wohnen oder während des Auslandsaufenthalts sogar Klimaschutzprojekte unterstützen, indem Sie beispielsweise Müll an Stränden aufsammeln. Die Möglichkeiten, um eine Reise nachhaltig(er) zu gestalten, sind vielfältig. Auch für Sie ist daher gewiss eine passende Wahl dabei.

9. Große Häuser nicht allein bewohnen.

In vielen deutschen Regionen herrscht Wohnraummangel und dennoch leben zahlreiche, vor allem ältere, Personen in eigentlich zu großen Häusern ganz alleine. Das ist nachvollziehbar, denn natürlich möchten Sie nach dem Auszug der Kinder oder dem Tod des Partners nicht aus dem geliebten Eigenheim ausziehen. Alleine darin zu leben, ist aber auch im Sinne der Nachhaltigkeit nur wenig sinnvoll, schließlich verursachen Sie dadurch einen vergleichsweise hohen Bedarf an Strom, Wasser oder Wärme. Es gilt also auch hier nach Alternativen zu suchen:

  • Sie können eine Einliegerwohnung einbauen und einen Teil des Hauses vermieten.
  • Sie können eine oder mehrere Ferienwohnungen einbauen und ebenfalls vermieten.
  • Sie können mit mehreren Generationen wie Ihren Kindern oder Enkeln unter einem Dach wohnen.
  • Sie können eine Senioren-WG eröffnen und gemeinsam den Alltag stemmen.

Damit ist die Liste an Möglichkeiten noch nicht zu Ende. Überlegen Sie daher, welche Möglichkeiten Ihr Haus im individuellen Fall bietet, welche Investitionen denkbar sind oder welche Wohnmodelle sich für Sie und Ihre Familie anbieten würden. Im Regelfall findet sich dadurch eine Lösung, die nicht nur nachhaltiger ist, sondern auch günstiger und weniger einsam.

10. Das Kaufverhalten sinnvoll ändern.

Ein letztes Geschenk, das Sie an nachfolgende Generationen machen können, ist eine Änderung Ihres Konsumverhaltens. Nachhaltiger Konsum vermeidet unnötigen Müll und Emissionen bei der Herstellung neuer Waren. So wenig wie möglich neu zu kaufen, ist daher ein guter Anfang. Stattdessen kann Vorhandenes repariert oder umfunktioniert werden. Das Entsorgen sollte also stets die letzte Option sein. Was Sie nicht mehr gebrauchen oder umfunktionieren können, können Sie vielleicht „Second Hand“ verkaufen, sodass sich noch jemand anderes an den Dingen erfreut.

Überlegen Sie zudem bei allen Neuanschaffungen, ob Sie diese wirklich benötigen. Wenn ja, können Sie diese vielleicht ebenfalls „Second Hand“ erstehen oder sogar selbst anfertigen. Was Sie hingegen neu kaufen, sollte aus möglichst nachhaltigen Materialien bestehen. Auch lohnt es sich, auf die Produktionsbedingungen zu achten. Entsprechende Siegel helfen Ihnen dabei. Konsumieren Sie zukünftig also bewusster, dann schonen Sie dadurch Ihren Geldbeutel und die Natur gleichermaßen.

Fazit

Viele Menschen 50 Plus denken, Klimaschutz sei eine Sache der Jüngeren und dass es ihnen selbst an der nötigen Schlagkraft mangele. Beides stimmt nicht. Klimaschutz ist ein Mehrgenerationenprojekt – und es kommt auf jeden einzelnen Erdenbürger an. Gerade die ältere Generation hat so manchen „langen Hebel“, mit dessen Hilfe sie deutlich mehr Kraft entwickeln kann, als es bei Kindern und Enkeln der Fall ist. Das gute Gewissen, den nachfolgenden Generationen ein wirkliches Geschenk zu machen, gibt es kostenlos dazu.

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