Wohnen

Altersgerecht bauen: 5 nützliche Tipps

Altersgerechtes Wohnen

Ist Ihr Eigenheim altersgerecht für Sie vorbereitet ? - Photo by Dimitry Anikin on Unsplash

Das ganze Leben über sammeln Sie viele unterschiedliche Erfahrungen – gute und schlechte wie auch traurige und freudige. Wenn Sie einen Großteil Ihres Arbeitslebens bereits hinter sich gebracht haben, hegen Sie sicherlich den Wunsch nach Ruhe und Zufriedenheit.

Diese neue Art der Entspannung in der Rentenzeit können Sie vor allem dann genießen, wenn Ihr Eigenheim altersgerecht für Sie vorbereitet ist. Wie sie dieses Ziel gut erreichen, erfahren Sie in wenigen Tipps in diesem Artikel.

1. Tipp: ebenerdiger Wohnraum

Wenn Sie ein Eigenheim für die Zeit im fortschreitenden Alter planen, ist es sinnvoll, über die Möglichkeit eines ebenerdigen Wohnraums nachdenken. Weil die Gelenke und das Gleichgewicht im Alter oftmals nicht mehr so wie früher wollen, umgehen Sie damit Beschwerlichkeiten beim Treppensteigen. Dadurch bleibt Ihnen ein stückweit eigenständige Mobilität erhalten, sodass Sie nicht auf Hilfe, beispielsweise durch stützende Hände oder einem Treppenlift, angewiesen sind.
Ebenerdig sollte zudem auch Ihre Dusche sein, wenn Sie altersgerecht Bauen, weil bodengleiche Duschen nicht nur im Fall der Fälle mit einem Rollstuhl befahren werden oder mit einem Duschhocker ausgestattet werden können, sondern insbesondere die Gefahr des Ausrutschens minimiert wird.

2. Tipp: barrierefreie Aufteilung

In einigen krankheits- oder altersbedingten Fällen sind Menschen im Alter auf einen Rollstuhl angewiesen. Dadurch sollten sowohl Türgrößen als auch die Höhe der Küche und des Bettes an diese Situation angepasst sein. Im Zweifel müssen Sie im Nachhinein keinen Umbau mehr beginnen und können gewohnt in Ihrem Eigenheim bleiben. Dies gilt zusätzlich auch für den Vorgarten und den Bereich der Haustür. Einige Häuser stehen auf einem kleinen Plateau, wodurch erst einige Treppenstufen überwunden werden müssen. Entweder Sie entscheiden sich für den Bau eines Hauses ohne dieses Plateau oder Sie lassen eine Rampe errichten, die auch für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehhilfe gut zu meistern ist.

3. Tipp: einen Extraraum freihalten

Sollten Sie alleine wohnen, ist es dennoch sinnvoll, dass Sie einen Extraraum einplanen. Dieser dient eventuellem Pflegepersonal, das bei einigen älteren Menschen im Bereitschaftsdienst arbeitet und wohnt. Ihr/e Pfleger/in hat somit einen Rückzugsort und ist nicht nur auf Ihre Räumlichkeiten im Wohnzimmer und in der Küche angewiesen.

4. Tipp: ein Stückchen Grün um das Haus

Besonders schön ist die eigene Altersresidenz, wenn sich Ihnen die Möglichkeit eröffnet, auch um das Haus herum die Natur genießen zu können, auch wenn dies in Großstädten oft nur schwer realisierbar ist. In Vorstädten oder Dörfern stellt der Garten jedoch einen besonderen Rückzugsort dar, der Ihnen Sicherheit gewährt und Bewegung in kleinem Maße ermöglicht. Falls es Ihnen finanziell möglich ist, kann ein Gärtner Ihre Grünfläche pflegen und Pflanzenwünsche erfüllen.

5. Tipp: gute öffentliche Anbindungen

Achten Sie bei der Wahl des Ortes für den Hausbau darauf, dass Sie gute öffentliche Anbindungen haben. Etwa drei Viertel aller Personen ab 70 Jahren sind offiziell nicht mehr in der Lage, selbstständig Auto zu fahren. Umso wichtiger ist, dass Sie am sozialen Leben dennoch teilnehmen können. Eine Bus- oder Tramhaltestelle in der Nähe des Eigenheims hilft Ihnen dabei, sich nicht dauerhaft zu isolieren. Der Weg zur Bushaltestelle sollte zudem barrierefrei erfolgen können.

Alt werden bedeutet nicht zwangsläufig, am Ende seines Lebens zu stehen. Viel mehr beinhaltet ein hohes Alter viele Erfahrungen und Weisheiten, aus denen Sie für Ihr Leben gelernt haben. Sie wurden durch die Geschichte, die Sie selbst mitgestaltet haben, geprägt und können in Ihrem altersgerecht gebauten Eigenheim nun Ihr hoffentlich noch langes Leben verbringen und genießen.



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