50+ & Pickel: Was hilft bei Altersakne?

Akne ist keineswegs an eine feste Altersphase geknüpft.
Akne ist keineswegs an eine feste Altersphase geknüpft. - (Foto von cottonbro von Pexels)
Sie entdecken im Alter immer häufiger Pickel und andere Hautunreinheiten im Gesicht, am Hals oder auf dem Rücken? Häufig ist eine spezielle Form der Akne die Ursache.

Wer den Begriff “Akne” hört, hat in den meisten Fällen die Mitesser und Pickel vor Augen, mit denen viele Jugendliche während ihrer Pubertät zu kämpfen haben. Was dabei schnell untergeht: Akne ist keineswegs an eine feste Altersphase geknüpft, sondern kann – wenn auch wesentlich seltener – auch im Erwachsenenalter auftreten. Aknesymptome wie Mitesser, Pusteln oder Papeln, die nach dem 25. Lebensjahr entstehen, werden medizinisch als “Acne tarda” und umgangssprachlich als Erwachsenenakne oder Altersakne bezeichnet. In den meisten Fällen zeigt sie sich erstmals, indem die Symptome einfach über das Ende der Pubertät hinausgehen – seltener tritt die Akne aber auch erst später erstmalig auf. Die gute Nachricht: Akne lässt sich heutzutage sehr effektiv therapieren. Wir zeigen Ihnen, wo die potenziellen Ursachen liegen und wie Ihnen die neuen Ansätze in der modernen Aknebehandlung helfen können, wenn Sie sich bislang vor dem Besuch beim Dermatologen drücken.

Welche Ursachen hat die Altersakne?

Dass vor allem die Phase rund um das 50. Lebensjahr nochmals eine besondere Rolle im Zusammenhang mit Akne und Hautunreinheiten spielt, hat einfache Gründe: Pickel & Co. entstehen – unabhängig davon, in welchem Alter sie auftreten – häufig durch hormonelle Veränderungen. Auslöser sind deshalb meistens starke Hormonschwankungen, wie sie beispielsweise in der Pubertät, beim Absetzen der Anti-Baby-Pille oder einer Schwangerschaft auftreten. Später stellt für Frauen deshalb auch das Einsetzen der Menopause ein starkes “Akne-Risiko” dar.

Unabhängig von hormonellen Lebensereignissen gibt es aber noch eine Reihe weiterer (externer) Faktoren, die Akneschübe verursachen können. Experten gehen davon aus, dass die grundsätzliche Veranlagung zu Akne vererbbar ist. Dadurch kann es passieren, dass Menschen auch erst im späteren Erwachsenenalter erstmals mit stärkeren Symptomen zu kämpfen haben, wenn eines der folgenden Dinge zum Auslöser wird:

  • Kosmetikartikel mit komedogenen Inhaltsstoffen
  • “Überpflegen” der Haut durch die Verwendung vieler verschiedener Produkte
  • Empfindliche Hautreaktion auf die Inhaltsstoffe bestimmter Medikamente (z. B. bromhaltige Mittel oder Vitamin-B-Präparate)
  • Zigaretten & Alkohol
  • Stress
     

Eine besonders häufige Ursache stellt zudem auch eine “falsche” Ernährung im Alter dar. Besonders fettige Nahrungsmittel mit vielen kurzkettigen Kohlenhydraten sowie Kuhmilch und Milchprodukte haben bei vielen Menschen einen starken Einfluss auf das Hautbild.

Was kann ich gegen die Akne tun?

Wenn die Altersakne bei Frauen durch Hormonschwankungen im Rahmen der Wechseljahre auftritt, gehen die Symptome anschließend auch von selbst wieder zurück. Da diese Phase aber immer unterschiedlich lang dauern kann, empfehlen wir Ihnen, sich vorsichtshalber dermatologisch beraten zu lassen, sobald die Symptome über vereinzelte Mitesser hinausgehen. Leichte und mittelschwere Akneformen lassen sich heutzutage sehr gut mit medizinischen Cremes behandeln, die problemlos in den Alltag integriert werden können. Und auch der Besuch beim Dermatologen, der nach wie vor viele Menschen aus Scham von einer professionellen Behandlung abhält, ist heute nicht mehr zwingend notwendig: Junge Unternehmen verlagern Themen wie Aknebehandlung immer weiter ins Digitale und bieten dadurch auch dermatologische Beratung in Form von Online-Sprechstunden an.

Wer die Behandlung dennoch zunächst auf eigene Faust versuchen möchte, sollte zunächst die eigene Hautpflege sowie Ernährung (Stichwort: glykämischer Index) anpassen und prüfen, ob eine der oben genannten Ursachen infrage kommt. Im Internet werden Sie zudem auf zahlreiche Ratgeber und Tipps für die eigenständige Behandlung mit Hausmitteln stoßen. Während in den meisten Fällen nichts dagegen spricht, diese auszuprobieren, sollte ein wichtiger Punkt nicht Vergessenheit geraten: Hausmittel & Co. können zwar unter Umständen die Symptome lindern, jedoch nicht den (hormonellen) Ursachen entgegenwirken.

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