Die Wäsche umweltfreundlich waschen

Umweltfreundliches Waschen
Wie kann ein umweltfreundliches Waschen in den Alltag integriert werden? (Bild von Jill Wellington auf Pixabay)
Wer möchte die Wäsche auf eine Art und Weise zu waschen, die weder krank macht noch die Umwelt belastet? Einige Dinge zum beachten:

Verbraucher sollten dabei vor allem ihr Waschmittel bedacht auswählen und die Temperatureinstellungen der Waschmaschine überprüfen. Natürlich kommt es auch immer auf die individuellen Vorgaben der einzelnen Kleidungsstücke hinsichtlich ihrer Pflege an, die auf den Pflegeetiketten zu finden sind.

Wie ein umweltfreundliches Waschen in den Alltag integriert und die Umwelt so geschont werden kann, erklärt der folgende Artikel

Die richtige Temperatur: 30 bis 40 Grad sind ausreichend

Viele Verbraucher stehen vor ihren Wäschebergen und stellen sich die Frage, wie sie ihre Wäsche waschen können, damit diese sauber und keimfrei wird, aber dennoch keine allzu starke Belastung der Umwelt stattfindet.

Eine Empfehlung zum Waschen, die besonders weit verbreitet ist, lautet, dass Kleidung, die im normalen Ausmaß verschmutzt ist, bei 40 Grad gewaschen werden sollte. Liegen stärkere Verschmutzung vor, wird eine Temperatur von 60 Grad empfohlen. Allerdings sind diese Vorgaben bereits zu hoch angesetzt. 

Bei normal oder sogar nur leicht verschmutzter Wäsche ist ein Waschen bei 30 Grad in der Regel vollkommen ausreichend. Stärke Verschmutzungen können auch durch eine Wäsche bei 40 Grad beseitigt werden. Es muss bei diesen niedrigeren Temperaturen nicht befürchtet werden, dass die vollständige Waschkraft des Waschmittels nicht entfaltet wird.

In der Regel muss mit einem Vollwaschmittel bei 60 Grad nur dann gewaschen werden, wenn ein Infektionsrisiko im jeweiligen Haushalt gegeben ist, beispielsweise durch Fußpilz oder einen Magen-Darm-Infekt. Auch, wenn eine Person unter einer chronischen Immunschwäche leidet, sollten höhere Temperaturen für den Waschgang gewählt werden. Dagegen brauchen gesunde Menschen vor Keimen in ihrem Haushalt keine Angst haben – mit diesen kann ein intaktes Immunsystem ohne Probleme umgehen.

Duftstoffe in Waschmitteln können Allergie auslösen

Vollwaschmittel sind für das alltägliche Waschen der Wäsche besonders empfehlenswert, da sie Bleichmittel enthalten, die für das zuverlässige Abtöten von Keimen verantwortlich sind. Allerdings sind viele Waschmittel, die im Handel erhältlich sind, stark parfümiert.

Durch derartige Duftstoffe, wie beispielsweise Lavendel-, Zitronen-, Orangen- oder Limonenöle, können jedoch Allergien ausgelöst werden. Darüber hinaus sind diese Zusatzstoffe giftig für die Organismen im Wasser und nur schlecht abbaubar.

Diejenigen, die beim Waschen ihrer Wäsche die Umwelt nicht unnötig belasten möchten, sollten darüber hinaus auch auf Flüssigwaschmittel und Weichspüler generell verzichten.  Die Wäsche wird durch den Weichspüler zwar in einen tollen Duft gehüllt und fühlt sich weicher an, allerdings profitiert die grundlegende Reinigung davon nicht. Das Abwasser wird durch die Duftstoffe und Tenside jedoch stark belastet.

In Waschkapseln und herkömmlichen Flüssigwaschmittle sind keine Bleichmittel enthalten, dafür aber wesentlich mehr waschaktive Substanzen, also Tenside, als in Waschpulvern. Durch diese findet eine starke Belastung der Kläranlagen statt.

Waschmaschine von Keimen befreien

In der Waschmaschine können sich Hefen, Pilze, Bakterien und Fäkalkeime sehr einfach ausbreiten, denn die Umgebung ist feucht und warm. Um zu gewährleisten, dass die Waschmaschine stets sauber und keimfrei bleibt, sollten die folgenden Schritte regelmäßig ausgeführt werden:

  • Säuberung der Spülkammer
  • Abwischen und Trocknen der Wäschetrommel
  • Wischen der Türgummis
  • Säuberung des Flusensiebs
  • Tür nach dem Waschgang offen lassen
  • Pro Monat eine 60-Grad-Wäsche durchführen

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