Jetzt wird ein Sitzlift / Treppenlift nötig

Treppenlift / Sitzlift
Treppenlift / Sitzlift - (Bild: sabinevanerp auf pixabay.com/de/)
Erreichen Sie mehr Flexibilität und Freiheit mit einem Treppenlift. Erfahren Sie hier, worauf Sie bei der Anschaffung achten sollten.

 

 

 

 

Mit 50 gehören Sie wahrlich nicht zum alten Eisen. Dennoch machen sich leider auch hier schon die ersten Wehwehchen bemerkbar. Vielfach ist dies auf ein anstrengendes Berufsleben zurückzuführen. Wer aus beruflichen oder krankheitsbedingten Gründen mit körperlichen Einschränkungen zu leben hat, der fühlt sich häufig mit seinen Sorgen alleingelassen. Insbesondere fällt vielen unter anderem auch das Treppensteigen schwer. Abhängig vom Grad der Bewegungseinschränkung kann ein Treppenlift vielleicht die ideale Lösung darstellen.

Brauche ich mit 50 schon einen Treppenlift?

Wer an einen Treppenlift denkt, verbindet dies immer mit älteren Menschen im Rentenalter, die kaum noch laufen können. Es ist durchaus richtig, dass diese Zielgruppe am ehesten auf einen Treppenlift angewiesen ist. Jedoch gibt es auch viele Gründe, bei denen jüngere Menschen eine solche Transporthilfe benötigen.

Stellen Sie sich vor, Sie sind im Baugewerbe tätig. Als Fliesenleger arbeiten Sie häufig auf nasskalten Baustellen, müssen vielfach in kniender Weise Fliesenarbeiten erledigen. Dies kann mit den Jahren quasi in die Knochen gehen. Rheuma und Arthrose sind in diesem Fall keine Seltenheit. Generell kann die Bewegungsfreiheit dadurch eingeschränkt sein.

Ebenso kann zum Beispiel ein Arbeitsunfall dazu führen, dass Sie fortan mit einer Gehbehinderung leben müssen. Nicht jeder Unfall lässt sich schnell auskurieren. In diesem Fall kann Ihnen ein Treppenlift nützliche Dienste leisten.

Welchen Treppenlift brauche ich?

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Treppenlift-Typen. Am bekanntesten ist der sogenannte Sitzlift. Dieser besteht aus einer ausklappbaren Sitzfläche, wobei der Sitzlift auf einer Schiene einen Treppenaufgang hinauffährt. Am günstigsten sind hier die Treppenlifte, die lediglich eine gerade Treppe hinauffahren. Aber auch für geschwungene Aufgänge gibt es entsprechende Lösungen.

Der Plattformlift ist die richtige Lösung für Rollstuhlfahrer. Wenn Sie auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können Sie damit auf einfache Weise die nächste Etage erreichen. Auch hier folgen die Plattformlifte dem Treppenverlauf. Sie lassen sich platzsparend bei Nichtgebrauch einklappen.

Im Außenbereich finden Sie häufig den sogenannten Hublift. Auch hierbei handelt es sich um einen Plattformlift, wobei jedoch lediglich vertikale Höhen überbrückt werden. Meist finden Sie diese Liftform in Eingangsbereichen, bei denen der Zugang nicht ebenerdig erreicht werden kann.

Ebenfalls möglich wäre auch ein Senkrechtlift. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Aufzug, der im Treppenhaus installiert wird. Der Installationsaufwand ist recht hoch, da hierfür ein eigener Aufzugsschacht realisiert werden muss. Daher sind auch die Anschaffungskosten recht hoch.

Welchen Treppenlift Sie wirklich benötigen, hängt natürlich vom Grad Ihrer körperlichen Einschränkung ab. In den meisten Fällen reicht ein herkömmlicher Sitzlift vollkommen aus. Vielfach nutzen auch Rollstuhlfahrer einen Sitzlift. In diesem Fall muss nur sichergestellt sein, dass sich auf jeder Etage ein Rollstuhl befindet.

Was kosten Treppenlifte?

Auch wenn Sie vielleicht nur vorübergehend einen Treppenlift benötigen, stellen Sie sich mit Sicherheit die Frage, was eine solche Anschaffung überhaupt kostet. Die günstigste Variante mit einem Treppenlift, der eine gerade Treppe hinauffährt, kostet ab 2.000 €. Plattformlifte fangen in aller Regel bei 7.500 € an. Müssen diese Lifte kurvige Treppenaufgänge bewältigen, handelt es sich um eine Maßanfertigung, die nochmals zu Buche schlägt. Die Hublifte im Außenbereich fangen bei rund 5.000 € an. Am teuersten sind jedoch die Senkrechtlifte.

Sie können sich hier nochmals informieren, wie teuer die verschiedenen Treppenlifte in etwa sein können.

Kann ich mir einen Treppenlift leisten?

Auch ab 50 kann es durchaus der Fall sein, dass Sie so schwer körperlich beeinträchtigt sind, dass die Kranken- und Pflegeversicherung Ihnen einen Pflegegrad zuordnet. In diesem Fall können Sie für die Anschaffung eines Treppenliftes bei Ihrer Pflegeversicherung einen formlosen Antrag auf Bewilligung eines Zuschusses stellen. Dieser beträgt aktuell bis zu 4.000 €. Sie müssen jedoch diesen Antrag vor dem Kauf eines Treppenliftes stellen. Im Nachhinein ist eine Bewilligung meist nicht mehr möglich.

Wenn es sich bei Ihnen um einen Arbeitsunfall handelt und Sie in diesem Fall auf einen Treppenlift angewiesen sind, können die gesamten Anschaffungs- und Montagekosten auch von der Berufsgenossenschaft übernommen werden. Wichtig ist, dass nachvollziehbar ist, dass Sie die körperlichen Einschränkungen ausschließlich durch einen solchen Arbeitsunfall erlangt haben.

Nicht immer stehen Sie mit 50 im Berufsleben. Vielleicht leben Sie von Hartz 4 und möchten dennoch unbedingt wieder arbeiten. Die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter kann Ihnen einen Zuschuss für die Anschaffung eines Treppenliftes bewilligen. In diesem Fall muss es sich jedoch um eine Wiedereingliederungsmaßnahme handeln. Ziel ist es, dass Sie auf diese Weise wieder schneller in das Berufsleben zurückfinden.

Darüber hinaus gibt es regional unterschiedliche Fördermöglichkeiten. Hier sollten Sie sich ggf. bei Ihrer Ortsbehörde erkundigen, wenn Sie auf einen Treppenlift angewiesen sind.

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