Wie kann ich Geld für meine Enkelkinder sparen?

Ein zuverlässiger Sparplan hilft.
Ein zuverlässiger Sparplan hilft. - (Foto von MART PRODUCTION von Pexels)
Wer heute jenseits der fünfzig ist, kann in den meisten Fällen auf ein gut durch getaktetes Leben zurückblicken.

Partnerschaft und eventuell Hochzeit, Hausbau oder Hauskauf, Kindersegen. Dabei haben es viele Seniorinnen und Senioren geschafft, neben dem Tragen der laufenden Kosten auch noch etwas Geld für ihre eigenen Kinder zur Seite zu schaffen.

Doch wenn diese erwachsen sind und selbst Nachwuchs bekommen, sind Oma und Opa oft nicht mehr mit einem großen finanziellen Polster gesegnet. Wer für seine Enkelchen sparen möchte, braucht dieses große Polster aber gar nicht unbedingt. Auch im Alter kann man sein Geld noch für sich arbeiten lassen, indem man es investiert.

Wie investiere ich Geld für meine Enkel?

Wer Geld für die Kindeskinder anlegen möchte, muss ein Depot eröffnen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder eröffnet man das Depot für sich selbst und übergibt es den Enkeln zu gegebener Zeit oder aber man kann ein spezielles Depot für Enkel eröffnen. Diese Depots nennen sich auch Junior Depot oder Kinder Depot.

Depot auf eigenen Namen oder auf den Namen der Enkel?

Beide Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile. Eltern entscheiden sich häufig dafür, ein Depot auf ihren eigenen Namen laufen zu lassen. Das hat vor allem den Hintergrund, dass ein Depot im Namen der Kinder beispielsweise beim Stellen eines Bafög-Antrages zur Berechnung herangezogen werden wird. Sparkapital, das im Eigentum der Kinder liegt, kann also die Höhe der Bafög-Zahlungen mindern.

Großeltern entscheiden sich aufgrund ihres höheren Alters aber immer öfter dazu, ein Junior Depot für die Enkel zu eröffnen. Einerseits ist so das Vermögen für das Enkelkinder klar vom eigenen separiert. Das bedeutet, man muss nicht befürchten, dass das angelegte Geld im Ernstfall genutzt werden muss – beispielsweise zur Kostendeckung eines Platzes im Senioren- oder Pflegeheim.

Im Todesfall würde ein Depot, das auf Oma oder Opa lautet, Teil der gesamten Erbmasse – zumindest sofern das Enkelkind nicht testamentarisch zum Erben des Depots ernannt wurde. Lautet das Depot jedoch auf den Namen des Enkelkindes, kann dieses ab Volljährigkeit darüber verfügen.

Wenn Oma oder Opa selbst Geld investiert haben, gilt es außerdem, Folgendes zu beachten: Wenn die Erträge aus Finanzgeschäften den jährlichen Freibetrag übersteigen, wird eine Kapitalertragssteuer fällig. Lautet das Depot also auf den eigenen Namen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man den Freibetrag übersteigt.

In welche Werte investiere ich für das Enkelkind?

Moderne Online Depots für Kinder und Jugendliche bieten eine große Auswahl an Finanzinstrumenten und Börsenwerten, in die man investieren kann. Großeltern mit guter Erfahrung im Bereich Finanzen könnten also direkt in Börsenwerte wie Kryptowährungen, Aktien oder Edelmetalle investieren.

Doch meist möchten Oma und Opa nichts riskieren, wenn es um das Sparen für die Enkelkinder geht. Wer also das Risiko volatiler Börsenwerte scheut, kann ebenso gut in einen breit gestreuten ETF investieren.

Was ist ein ETF?

Das Kürzel ETF steht für Exchange-Traded Funds, also für Fonds, die an einer Börse gehandelt werden. Während der Erfolg einer Aktie direkt vom Erfolg des dahinterstehenden Unternehmens abhängt, spiegelt ein ETF die Entwicklung eines bestimmten Marktes wider. Das bringt zwei entscheidende Vorteile:

Einerseits sind die beliebten ETFs durch ihre breite Streuung weitaus weniger riskant als Aktien. Andererseits wächst die Wirtschaft stetig – auch wenn einzelne Unternehmen oder Branchen wegbrechen, kann sich ein ETF in der Regel gesund weiterentwickeln. Durch die breite Streuung ist der Wertzuwachs des ETFs selbstverständlich überschaubarer. Da es sich bei einem ETF aber um eine langfristige Anlage mit einer optimalen Laufzeit von mindestens zehn bis 15 Jahren handelt, überwiegen in dieser Hinsicht auf jeden Fall die Vorteile.

ETF für das Enkelkind – welcher Sparplan ist der richtige?

ETFs können ist festgesetzten Intervallen bespart werden, sodass das Investitionsvolumen trotz kleiner Zahlungen im Laufe der Jahre gut ansteigt. Wer möglichst viel aus dem ETF Sparplan herausholen möchte, sollte sich gut überlegen, welcher der richtige für die Enkel ist. Dabei lohnt es sich, auf Märkte und Branchen zu setzen, denen ein gutes Wachstum bevorsteht. Viele Großeltern sehen sich deshalb nach nachhaltigen ETFs für die Enkel um oder setzen auf einen E-Mobilität ETF Sparplan.

 

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