Gesundheit

Wie Sie das Rheuma loswerden

Rheuma, Schmerzen, Medizin

Rheuma erkennen und Schmerzen behandeln (Bild Fotolia)

Viele Menschen sind der Meinung, dass Rheuma eine Erkrankung für ältere Menschen ist.

Dabei gibt es rheumatische Krankheitsbilder, die man nicht nur bei älteren Personen, sondern auch bei Jugendlichen findet. Selbst Kleinkinder können im Säuglingsalter daran erkranken.

Im Mittelalter war man noch der Meinung, dass Rheuma von Stoffen und Säften hervorgerufen wird, die durch den Körper fliessen. Daher wandte man damals oft einen Aderlass an. Wichtig ist für Betroffene die frühzeitige Behandlung.

Je besser Betroffene auf ihre Gesundheit achten und Je früher die Krankheit festgestellt wird, umso besser kann eine Therapie Folgeschäden verhindern.

Wer länger als sechs Wochen Schmerzen an den Gelenken hat, oder wenn sich Schwellungen zeigen, der sollte seinen Hausarzt aufsuchen, damit die Gesundheit nicht ernsthaft Schaden nimmt.

Rheuma erkennen und Schmerzen behandeln
Viele Betroffene leiden besonders unter einer Morgensteifigkeit und Schmerzen in den Muskeln und Gelenken. Rheuma findet sich meistens am Bewegungsapparat. Betroffen sind aber nicht nur Gelenke und Knochen, sondern auch Weichteile. Häufiges Krankheitsbild ist die Psoriasis-Arthritis. 

Es gibt vier Hauptgruppen die das rheumatische Bild umfasst:
Das sind entzündlich-rheumatische Erkrankungen, Weichteilrheumatismus, Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden und Schmerzen sowie verschleissbedingte (degenerative) Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen.

Am häufigsten sieht man das Bild der rheumatoiden Arthritis. Eine fortschreitende Gelenkentzündung von Gelenken, Schleimbeuteln und Sehnenscheiden. Auch dieses Krankheitsbild wird begleitet von Schmerzen. Man schätzt dass 800000 Menschen darunter leiden.

Es sind ungefähr dreimal so viel Frauen wie Männer. Die Krankheit entwickelt sich meistens in der zweiten Lebenshälfte. Rheuma kann nicht geheilt werden, aber die Schmerzen können gut behandelt werden.

Wer auf seine Gesundheit achtet und wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt wird, kann man die Entzündung stoppen. 

Die Ursache für Rheuma
Die Ursachen für Rheuma sind noch nicht ganz bekannt. Als gesichert erscheint, dass Autoimmunprozesse daran beteiligt sind. Dabei bekämpft das eigene Immunsystem das körpereigene Gewebe der Betroffene.

Es gelangen fehlgesteuerte Immunzellen, die von bestimmten Botenstoffen - den Interleukinen - in die Gelenke und rufen dort Entzündungen und Schmerzen hervor. Die Gelenkinnenhaut vernarbt, Bänder und Knorpel werden beschädigt.

Das führt zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Betroffenen sollten auf ihre Gesundheit dahingehend achten, dass rechtzeitig eine Therapie eingeleitet wird. So wird verhindert, dass sich ein Gelenk zerstört. Um die Gesundheit zu erhalten, sollte rechtzeitig ein Arzt aufgesucht werden. 

Rheuma und die Symptome
Oftmals äussert sich eine rheumatoide Arthritis mit ganz unspezifischen Symptomen. Die Gesundheit zeigt eine Abgeschlagenheit, eher selten mit leichtem Fieber.

Erst wenn sich erste Anzeichen wie warme, gerötete und vor allem geschwollene Gelenke zeigen, kann Rheuma diagnostiziert werden. Gelenke sind oft symmetrisch betroffen, so zum Beispiel beide Daumen.

Rheuma zeigt sich häufig in den Grundgelenken der Finger und Zehen. Gerade nachts entstehen Schmerzen in diesen Gelenken und morgens wird über Steifigkeit geklagt.

Die Erkrankung kann langsam verlaufen, aber gerade bei älteren Patienten können sich die Gelenke sehr rasch versteifen und starke Schmerzen verursachen. Das kann soweit gehen, dass Betroffene den Alltag nicht mehr alleine bewältigen können. 

Wie man Rheuma therapiert
Rheuma ist eine chronische Erkrankung. Dennoch können Betroffene die auf ihre Gesundheit achten, den Krankheitsverlauf verlangsamen oder zum Stillstand bringen.

Die Prognose ist dann besonders günstig, wenn in den ersten drei Monaten eine Therapie begonnen wird. Neben entzündungs-hemmenden Medikamenten wird auch auf eine Ernährung Wert gelegt, die wenig Fleisch zulässt.

Darin sind viele entzündungsfördernde Arachidonsäure enthalten. Gute Fette, wie Omega-3-Fettsäuren sollten mit fettem Fisch und mit Leinöl genommen werden. Grüne Smoothies enthalten wertvolle Stoffe und können zudem auch das Herz schützen. 

Damit die Schmerzen eingedämmt werden, sollte auf Beweglichkeit der Gelenke geachtet werden. Regelmässige Bewegung mit krankengymnastischen Übungen können die Beweglichkeit der Gelenke verbessern.

Aber auch Wärme-, Kälte- oder Elektrotherapie können unterstützen wirken. Bei einem akuten Schub können die Schmerzen gelindert werden, wenn Betroffene die Hände 10 Minuten lang in einer Schüssel bewegen, in der kühlschrankkalter Rapssamen liegt.

Wenn Rheuma fortgeschritten ist und um die Schmerzen zu lindern, hilft oftmals nur noch eine Operation. Dabei werden betroffene Gelenke durch eine Prothese ersetzt. 
 



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