GESUNDHEIT

Fünf Tipps bei Blasenentzündung

Bei einer Blasenentzündung ist Cranberrysaft sehr hilfreich.

Eine chronische Blasenentzündung kann jeden Menschen in jedem Alter betreffen. Besonders häufig sind aber Frauen betroffen. Da die weibliche Harnröhre nur 3-5 cm lang ist, haben die Erreger kurze Wege und können schnell eine Entzündung verursachen.

Auch Männer können betroffen sein, da die Urethra der Männer aber deutlich länger ist, ist das Risiko geringer. Eine Blasenentzündung hat nichts mit mangelhafter Hygiene zu tun. Bakterien, die eine Entzündung hervorrufen, befinden sich überall und wenn die Schutzmechanismen des Körpers geschwächt sind, kann der Erreger sich ausbreiten. Auch der Urin, der sich in der Harnblase befindet, ist durch Bakterien, Viren und Pilze belastet. Sind die Abwehrkräfte geschwächt, kann es zu einer Entzündung kommen. Dies ist allerdings seltener der Fall, meist kommt es zu einer Infektion durch Erreger aus der Umwelt.

Manche Menschen sind grundsätzlich anfälliger für eine Blasenentzündung. Zu einer häufigen Ursache zählt Trockenheit im Intimbereich, das kommt nach der Menopause vermehrt vor.

Eine Blasenentzündung ist schmerzhaft und kann wenige Tage, aber auch über Wochen anhalten. Grundsätzlich kann die Erkrankung in zwei verschiedene Formen unterteilt werden:

  1. Akute Blasenentzündung
  2. Chronische Blasenentzündung
     

Symptome: So erkennt man eine Blasenentzündung

Die Patienten mit einer Zystitis leiden unter Schmerzen im Beckenbodenbereich, verspüren häufigen, schwer haltbaren Harndrang sowie Schmerzen beim Entleeren der Blase. Bei einer chronischen Blasenentzündung kann sich die Anzahl der Toilettengänge auf bis zu 60 Mal pro Tag erhöhen. Es ist wichtig, eine chronische Blasenentzündung zu erkennen und zu behandeln, um die Rezidive (Rückfälle) zu reduzieren und die Lebensqualität deutlich zu verbessern.

Tipps: Diese Mittel schaffen Abhilfe

Vorweg muss gesagt werden, dass eine bakterielle Zystitis in vielen Fällen antibiotisch behandelt wird. Dies soll die Keime abtöten, die die Symptome verursachen. Aber vor allem bei einer chronischen Blasenentzündung sind Antibiotika nicht immer das Mittel der Wahl, da sie nicht dauerhaft eingenommen werden können. Den Betroffenen stehen aber viele Mittel zur Verfügung, um die Blasenentzündung in den Griff zu bekommen.

  1. Cranberrysaft

Bei einer Blasenentzündung ist Cranberrysaft sehr hilfreich. Das ist nicht nur bei einer bestehenden Blasenentzündung der Fall, auch vorbeugend hilft der Saft der roten Beere.

Cranberrysaft beinhaltet den Stoff Proanthocyanidin. Dieser hindert Bakterien daran, sich an den Wänden der Blase anzuheften. Ohne Halt können die Erreger sich nicht vermehren und vor allem keine Entzündung verursachen. Wer von einer akuten oder chronischen Blasenentzündung betroffen ist, sollte den Saft regelmäßig trinken.

Alternativ können getrocknete Cranberrys als ein Snack zwischendurch gegessen werden.

  1. Manuka Honig

Der Honig aus Neuseeland beinhaltet den Wirkstoff Methylglyoxal, abgekürzt MGO. Auf dem Honigglas vom echten Manuka Honig steht immer der Wert, der die Anreicherung des Stoffs im Honig beschreibt, z. B. MGO 100, MGO 250 oder MGO 400. Methylglyoxal wirkt antibiotisch, antiviral und antimykotisch (bekämpft Pilze), ebenso lindert der Honig Entzündungen. Bei Blasenentzündungen ist die Funktionsweise des Honigs sehr effektiv. Am besten ist eine hohe MGO Anreicherung geeignet, wie z. B. MGO 250 oder MGO 400. Die Qualität des Produkts ist entscheidend – der Honig sollte aus Neuseeland stammen und roh sein.

  1. Viel Flüssigkeit

Allgemein ist es wichtig, viel zu trinken, um durch die dauerhafte Arbeit der Blase zu verhindern, dass die eingenisteten Erreger sich weiter ausbreiten und größeren Schaden verursachen können. Betroffene berichten, dass der Harndrang mit mehr Flüssigkeit sogar geringer wird und das Wasserlassen weniger schmerzhaft ist.

  1. Wärmebehandlungen

Manchen Menschen hilft Wärme sehr, dies ist aber individuell. Es ist wichtig, auf den Körper zu hören und die Signale wahrzunehmen. Wärme wirkt entkrampfend, lockert das Gewebe und verbessert den Blutfluss. Ebenso hat die Wärme eine schmerzlindernde Eigenschaft. Dennoch gibt es Menschen, die eine Wärmebehandlung nicht gut vertragen, daher sollte man seine Erfahrungen sammeln und am Anfang die Wärme nur kurz einsetzen, bis man weiß, ob man es gut verträgt. Empfehlenswert ist ein Körperkissen. Getreide, Linsen, Kirschkerne, Leinensamen oder Mischungen werden als besonders wohltuend empfunden.

  1. Kurkuma

Es ist auch sinnvoll, zu einem natürlichen Entzündungshemmer zu greifen. Dazu gehört z. B. das Gewürz Kurkuma. Die goldene Wurzel ist für ihre positiven, gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt. Curcumin hemmt Entzündungen im ganzen Organismus und wirkt vielseitig und wohltuend. Erhältlich ist das Gewürz unproblematisch in jedem Lebensmittelladen. Kurkuma ist im Übrigens der Bestandteil einer Curry-Gewürzmischung. Wer also gern indische Gerichte isst, beugt gleichzeitig Entzündungen vor.

Alle diese natürlichen Mittel sind eine effektive Unterstützung. Trotzdem sollte man vor allem beim chronischen Verlauf den Arzt konsultieren, um die Behandlung optimal abzustimmen.

Bildernachweis: Pixabay https://pixabay.com/de/photos/preiselbeeren-berry-rot-obst-957583/


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