WOHNEN IM ALTER

Bequem und sicher leben – mit 50 plus

Im Alter kann ein neues Haus den wechselnden Bedürfnissen gerecht werden.

Jenseits der 50 fängt für viele das Leben gerade richtig an. Sie sind agil, aktiv und voller Lebensfreude. Und es gibt einige Tipps, mit denen man sich das Leben in dieser Phase noch bequemer und besser gestalten kann.

Tausche Haus gegen Bungalow

Auf das eigene Haus muss man auch im Alter nicht verzichten. Immerhin war einer der Gründe für den Kauf der Immobilie die Altersvorsorge und Absicherung im hohen Lebensalter. Was zur damaligen Situation passte, ist nun jedoch ein sprichwörtlicher Klotz am Bein: ein mehrstöckiges Gebäude mit dem Bad im ersten Geschoss und ausreichend Zimmern für alle Kinder. Da diese mittlerweile flügge und aus dem Haus sind und man leider die Knie zu spüren beginnt, wenn man aus dem oberen Stockwerk zur Türklingel eilt, liegt der Gedanke an einen eingeschossigen, ebenerdigen Bungalow nur nahe! Sicherlich, eine neue Immobilie komplett zu finanzieren könnte schwierig werden, doch mit dem alten Haus als Einsatz ist es kein Problem. Vielleicht lässt sich die
 Finanzierung bei derselben Bank abwickeln, was die Organisation vereinfacht.

Ein angenehmer Nebeneffekt: Die kleinere Wohnfläche senkt die Nebenkosten. Auch das Putzen wird erleichtert und geht schneller von der Hand.

Für die Bewohner einer Mietwohnung kann ein Wechsel ebenfalls von Vorteil sein. Anstelle der schwer erreichbaren Etagenwohnung ohne Fahrstuhl und mit zu vielen Zimmern bietet eine kleine Erdgeschosswohnung neben einem gemütlichen Ambiente auch den Vorteil der niedrigeren, monatlichen Kosten.

Einrichten – aber bequem!

Mit dem neuen Haus kommen auch die neuen Möbel. Die Einrichtung wird an die geänderten Bedürfnisse angepasst und bietet so mehr Komfort und ein besseres Leben.

Angepasste Küche:

Braucht man für den kleineren Haushalt wirklich noch die geräumige Einbauküche, deren Schränke bis unter die Decke reichen? Wo man früher bedenkenlos auf den Tritt gestiegen ist, um an die oberen Fächer zu gelangen, wächst die Angst vor einem Sturz. Vielleicht fühlt man sich manchmal schwindlig und es ist unangenehm, die Arme soweit über den Kopf zu heben. Das Gleiche gilt für das Bücken. Niemand möchte mit 50 plus den Kopf zwischen die Knie stecken müssen, um an Töpfe oder andere Utensilien gelangen zu können. Befindet sich alles in einer komfortablen, leicht zu erreichenden Höhe, macht das Kochen gleich noch einmal so viel Spaß.

Neues Schlafzimmer

Eines Morgens macht sich die Erkenntnis breit, dass es immer schwieriger wird, aus dem Bett zu steigen. Wie war das mit diesen bequemen Hotelbetten, die auch in den USA so verbreitet sind? Richtig, ein Boxspringbett kann die Lösung sein. Da jede Matratze ohnehin alle paar Jahre erneuert werden sollte, ist es zur Anschaffung eines neuen Betts nur ein kleiner Schritt. Dann aber bitte klug entscheiden! Mit einem speziellen Boxspringbett für ältere Personen schläft man himmlisch komfortabel und kommt bequem aus dem und ins Bett.

Beim Kleiderschrank kann man auf ein kleineres Modell setzen. Auch hier gilt: Dinge, die häufig gebraucht werden, sollten in greifbarer Nähe gelagert werden.

Sicheres Bad

Das Badezimmer ist häufig einer der Knackpunkte beim Wohnen im Alter. In die Badewanne kommt man schlechter hinein, dem Griff an der Wand traut man nicht recht. Wer hier selbst entscheiden kann, ist mit dem Einbau einer Dusche gut beraten. Am besten wählt man ein bodengleiches Exemplar und achtet im Bad generell auf Barrierefreiheit. Wer mag, lässt sich eine höhere Toilette einbauen, die mehr Komfort verspricht. Stabile Haltebügel geben ein sicheres Gefühl. Ein rutschfester Boden sorgt für Sicherheit und verhindert Unfälle. Für die Bearbeitung sollte man einen Fachmann zurate ziehen. Es gibt rutschfeste Fliesen, spezielle Holzfliesen für den Badbereich und das weiche Naturmaterial Kork, das allerdings vor zu großer Nässe geschützt werden sollte.

Sicher und bequem mobil sein

Auch wenn man noch vor Lebensfreude sprüht und gerne mal aufs Gaspedal tritt, beim Ein- und Aussteigen aus dem Auto merkt man schon, wie es an der einen oder anderen Stelle knackt oder man sich übermäßig anstrengen muss. Nicht jeder ist eben noch körperlich topfit, und ein Auto ist eine Investition für Jahre. Wer sich also mit 50 plus einen neuen Wagen anschafft, sollte auf eine bequeme Höhe und ein komfortables Gefühl beim Fahren achten. Dass man regelmäßig zum Optiker geht, um die Brille an eine eventuelle neue Sehstärke anpassen zu lassen, versteht sich von selbst.

Easy Gärtnern – mit einer klugen Planung

Der Garten macht so viel Arbeit – und doch ist der Entspannungsfaktor einfach zu hoch, um ihn aufgeben zu können. Zudem ist das grüne Wohnzimmer ein wunderbares Hobby für die Zeit, in der das Berufsleben immer mehr an Bedeutung verliert. Doch auf allen vieren durch den Garten kriechen, um dem Unkraut Herr zu werden? Nein, das muss nicht sein. Mit einer klugen Gartenplanung verzichtet man auf dauerndes Bücken und kann trotzdem seine Lieblingsfrüchte ernten.

Hochbeete sind voll im Trend

Hochbeete erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Sie heben das Niveau des Bodens auf eine rückenfreundliche Höhe und bieten Pflanzen einen optimalen Nährboden. Durch den lockeren Untergrund können mehr Gemüse auf kleinerer Fläche angebaut werden, sodass niemand auf seine Radieschen, Erbsen und Bohnen aus eigenem Anbau verzichten muss.

Stauden brauchen wenig Pflege

Anstelle einer jährlichen Neubepflanzung können Gärtner es einmal mit pflegeleichten Stauden im Garten versuchen. Unzählige Blumen, aber auch Heilkräuter sind als Stauden erhältlich. Diese Pflanzen blühen im Sommer, ziehen sich im Winter jedoch in den Boden zurück. Im nächsten Frühjahr treiben sie erneut aus, ohne dass man etwas dazu tun muss. Alle paar Jahre, wenn sie zu groß geworden sind, kann man sie teilen.

Bodenabdeckung verwenden

Unkraut ist im Garten wirklich lästig und zwingt Gärtner zum Jäten auf die Knie. Doch hier lässt sich auf verschiedene Weise vorbeugen. Eine Methode besteht darin, vor der Pflanzung ein Unkrautvlies auszulegen, auf dem dann Erde oder Steine verteilt werden. Für die einzupflanzenden Gewächse schneidet man kleine Löcher in das Vlies, das Unkraut kommt jedoch nicht hindurch. Die zweite Variante besteht darin, den Boden zu mulchen. Dazu wird etwa Rindenmulch großzügig um die Pflanzen verteilt, der Unkraut keine Chance lässt.

Pflanzen auf Stämmchen

Ernten, Schneiden und Zupfen – für die Pflege seiner Pflanzen muss man sich häufig bücken. Nicht jedoch, wenn man Rosen und Beeren auf Hochstämmchen verwendet, die ein rückenfreundliches Gärtnern erlauben.

Bild: https://pixabay.com/photos/bungalow-house-lake-193502/


Abonnieren Sie die besten Tipps und Angebote im wöchentlichen Newsletter.