Malen als Freizeithobby für Senioren

Das gesamte Arbeitsleben sehnt man sich nach der Rente. Ist der Moment dann endlich gekommen, fallen viele Senioren in ein tiefes Loch.

 Die gewohnte Routine entfällt und die Rentner wissen nicht, was sie mit ihrer freien Zeit anfangen sollen. Die Minuten und Stunden ziehen sich scheinbar unendlich in die Länge und große Langweile macht sich breit. Der Sinn des Lebens scheint verloren und es müssen Mittel und Wege gefunden werden, um sich zu beschäftigen.

Während sich der Großteil der Rentner einem Verein anschließt, eine neue Sportart erlernt oder ehrenamtliche Tätigkeiten verrichtet, möchten sich andere Senioren ihrer kreativen Ader widmen. Bevor man sich jedoch an die Finessen und ausgeklügelten Techniken der Kunst wagt, empfiehlt es sich zunächst, die Grundlagen zu erlernen: das Malen. Die Arbeit mit Farbe und Pinsel ist ein entspannendes Hobby, das sowohl dem Körper als auch dem Geist Gutes tut.

Man ist nie zu alt, um künstlerisch aktiv zu werden

Das künstlerische Talent wird den Menschen in die Wiege gelegt - das stimmt. Im frühen Kindesalter, zeichnet es sich bereits ab, ob der Sprössling das notwendige Geschick und Vorstellungsvermögen besitzt, um die Realität bildhaft darzustellen. Mit der richtigen Förderung und Ausdauer gelingt es einigen Künstlern, die eigene Leidenschaft und Fähigkeit zum Beruf zu machen.

Aber nicht alle Künstler starten bereits in frühen Jahren mit dem Malen. Der französische Impressionist Monet flüchtete sich beispielsweise erste Ende 30 in die Kunst, um den schmerzhaften Tod seiner Frau zu verkraften. Der postimpressionistische van Gogh hatte seine produktivste Phase kurz vor seinem Ableben mit 37 Jahren. Diese Beispiele zeigen, dass das Sprichwort “Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr” keinesfalls der Wahrheit entspricht. Das Malen kann noch im hohen Alter erlernt werden und den Alltag versüßen.

Malen auch im Alter lernen

Im Erwachsenenalter schreckt man häufig vor neuen Herausforderungen zurück. Probiert man jedoch im Ruhestand nichts Neues aus, ist der Alltag ziemlich monoton. Auch im hohen Alter sollte die Gelegenheit am Schopf gepackt werden, schließlich lernt man im Leben nie aus. Hat man den ersten Schritt dann gewagt, fällt das Weitermachen sehr leicht. Wichtig ist zu ergründen, ob das Zeichnen auf Papier oder das Malen mit Farbpinsel und Leinwand den eigenen Interessen entspricht.

Schließlich kommt es bei künstlerischen Aktivitäten weniger auf das Endergebnis an, sondern viel mehr auf den Prozess an. Bereitet das Malen Spaß, lohnt es sich, ins kalte Wasser zu springen und sich der Aufgabe zu stellen. Mit viel Geduld, Übung und Konstanz verbessern sich die Zeichenkünste zunehmend und man wird sicherer im Umgang mit den Malutensilien.

Malen nach Zahlen als idealer Einstieg

Möchte man sich den Einstieg erleichtern, bietet es sich an, mit Malen nach Zahlen zu beginnen. Die Leinwände sind mit nummerierten Flächen versehen, die mit der entsprechenden Farbe ausgemalt werden müssen. Folgt man den Anweisungen genau, ergibt sich das gewünschte Motiv. Obwohl Malen nach Zahlen vor allem für Kinder entworfen wurde, um motorischen Fähigkeiten zu verbessern, gibt es die kreative Aktivität ebenfalls für Erwachsene.

Die Kunstwerke sind in verschiedenen Niveaus erhältlich, die sich an das Können der Verbraucher anpassen. Erwachsene können komplexe Motive wählen, die sich aus vielen kleinen Malflächen zusammensetzen. Die Motive sind zudem an die Altersgruppe angepasst. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. 

Viele Vorteile für die Gesundheit durch Malen

Bereits während dem Jungpaläolithikum wurden Felswände mit Höhlenmalerei versehen. Die Zeichnung erzählten das Erlebte, fungierten als Tutorial für spätere Generationen und dienten dem künstlerischen Ausdruck. Seitdem zieht sich die Kunst durch alle Länder, Epochen und Kulturen und verdeutlicht somit den hohen Stellenwert, den sie innerhalb der Gesellschaft einnimmt. Darüber hinaus hat das künstlerische Schaffen weitere Vorteile für den Menschen:

Angstzustände und Stress werden reduziert

Malen nach Zahlen Erwachsene hat positive Auswirkungen auf die mentale Gesundheit. So ist es durch die kreative Arbeit möglich, die eigene Konzentrationsfähigkeit zu steigern und über eine lange Zeitspanne aufrechtzuerhalten. Man fokussiert sich ausschließlich auf das Kunstwerk und auf die eigene Handführung. Dadurch sind die Maler in der Lage, Probleme und Stress abzuschütteln und die Sorgen für einen Moment zu vergessen.

Insbesondere für Menschen mit Angstzuständen und Depressionen hat das Arbeiten mit Stift und Papier eine therapeutische Wirkung. Kein Wunder also, dass die Kunst ein beliebtes Mittel ist, um die Rehabilitation von Patienten mit psychischen Erkrankungen zu ermöglichen.

Gutes Gehirntraining

Studien zeigen, dass das Gedächtnis aktiv am Malprozess beteiligt ist. Die linke Gehirnhälfte ist mit dem logischen Denken beauftragt, was bei der Kunst wichtig ist. Das Bild, das mit dem Auge wahrgenommen wird, muss in vereinfachter Form abgebildet werden. Linien und Schatten sollten der Wirklichkeit sehr nahe kommen, um realistisch zu wirken.

Die rechte Gehirnhälfte ist für das kreative Denken verantwortlich. Die Vorstellungskraft sollte genutzt werden, um fantasievolle und inspirierende Kunstwerke zu schaffen. Ziehen die beiden Gehirnhälften beim Malen an einem Strang, können die Malkenntnisse geschult und nach und nach ausgebaut werden.

Die Feinmotorik wird gefördert

Nur die wenigsten Menschen haben die Fähigkeit, die eigene Hand vollkommen ruhig zu halten. Die Handflächen zittern leicht und die Finger stehen in konstanter Bewegung. Da man beim Malen präzise Linien ziehen muss und Flächen punktgenau füllen muss, wird eine ruhige Hand benötigt. Das regelmäßige Zeichnen kann die Feinmotorik verbessern und dazu beitragen, dass das praktische Geschick gesteigert wird. Menschen mit beginnender Gicht und Arthrose können der Krankheit auf natürlichem Weg trotzen und durch das Maltraining die eigene Beweglichkeit fördern.

Möchte man sich zu Beginn nicht sofort an das Frei-Hand-Zeichnen wagen, kann man zunächst auf das Malen nach Zahlen zurückgreifen. Das Einhalten der Trennlinien fordert ein hohes Maß an Präzision und kann die Augen-Hand-Koordination verbessern.

Kommunikative Vorteile

Kommunikation steht nicht immer im Zusammenhang mit Sprechen. Denn tatsächlich ist es möglich, ohne Worte zu kommunizieren. Menschen bedienen sich beispielsweise der Gestik und Mimik, um Gefühlslagen zu verdeutlichen und den eigenen Worten mehr Bedeutung beizumessen.

Schriftsteller berufen sich auf das geschriebene Wort, um Botschaften zu verbreiten, Lehren zu erteilen und die Leserschaft zu unterhalten. Künstler drücken die eigenen Emotionen in den Bildern aus. Die Kunst ist somit ein Mittel der Kommunikation, das das Verarbeiten von Sinneseindrücken und Erlebnissen erleichtert.

Die Kreativität wird geweckt

Kreativität entwickelt sich nicht in der Theorie, sondern in der Praktik. Mit Stift und Papier bewaffnet, können Kunstwerke geschaffen werden und die eigene Kreativität ausgelebt werden. Je mehr Raum der eigenen Vorstellungskraft und Fantasie gegeben wird, desto experimentierfreudiger und kreativer werden die Künstler.

 

 

 

 

 

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