Mehr Gelassenheit und Stabilität in der Menopause

Wechseljahre können Depresssionen verursachen.
Wechseljahre können Depresssionen verursachen. - (Photo on Pixabay)
Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme – viele Frauen spüren es sehr deutlich, wenn sie in die Wechseljahre kommen.

Diese Zeit des Umbruches, in der die Hormone sich umstellen, findet in der Regel zwischen Ende 40 und Anfang 50 statt. Sie geht mit einer Vielzahl an Symptomen einher – oft auch Symptomen der Psyche.

Der genaue Zusammenhang zwischen psychischen Beschwerden und der Menopause ist bisher noch unzureichend geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass der Abfall der Östrogene, der weiblichen Sexualhormone, die Neurotransmitter des Gehirns beeinflusst. Dies wiederum führt dazu, dass viele Frauen eine Art von psychischer Beeinträchtigung erleben. Die Symptome reichen von Schlaflosigkeit über innere Unruhe bis hin zu Stimmungsschwankungen und Depressionen in den Wechseljahren.

Die gute Nachricht in Bezug auf solche depressive Verstimmungen und psychische Störungen während der Menopause: Sie gehen in der Regel vorbei. Wenn sich der Körper an den neuen Hormonspiegel gewöhnt hat, ist oft wieder alles beim Alten. Das ist jedoch kein Grund, sich mit den mentalen Problemen einfach abzufinden. Tatsächlich gibt es einiges, was dabei helfen kann, sie wieder in den Griff zu bekommen.

Gesunder Lebensstil gegen Wechseljahresbeschwerden

Ein ausgewogener Lebensstil hilft dabei, die meisten Symptome der Wechseljahre zu lindern. Dazu gehören hauptsächlich eine gesunde und nährstoffreiche Ernährung, ausreichend Bewegung und Zeit für Erholung und Schlaf. Frauen, die sich gut ernähren und auf sich achten, haben oft weniger Probleme mit unkontrollierter Gewichtszunahme, wenn sich der Stoffwechsel im Alter verlangsamt. Dadurch ist das Körpergefühl insgesamt meist positiver. Sport setzt Endorphine frei, die dazu führen, dass die Stimmung besser wird. Erholung ist nötig, um seelisch stabil und ausgeglichen zu bleiben.

Besonders wenn es durch Hitzewallungen oder innere Unruhe schwer ist, die Nacht durchzuschlafen, ist es wichtig, auf die Schlafhygiene zu achten. Achten Sie darauf, dass das Schlafzimmer nicht zu warm ist, dass ausreichend gelüftet wurde und Sie immer zu einer ähnlichen Zeit ins Bett gehen. Essen Sie vor dem Schlafengehen nicht zu spät und treiben Sie spät abends keinen Sport mehr. Auch die Zeit vor dem Handy oder dem Bildschirm sollte ab 20 Uhr stark reduziert werden. Falls es Ihnen schwerfällt, zur Ruhe zu kommen, können Entspannungsübungen wie Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation wertvolle Tools zum Spannungsabbau sein.

Zeit für sich selbst

Die Menopause ist eine intensive Zeit – nicht nur wegen der Hormone, sondern oft auch wegen der äußeren Veränderungen. Mit Anfang 50 sind die Kinder meist aus dem Haus, vielleicht sogar in eine andere Stadt gezogen. Die eigenen Eltern werden alt und möglicherweise pflegebedürftig. Viele Frauen sind mit einer Reihe von Umbrüchen konfrontiert. Umso wichtiger ist es, gut für sich selbst zu sorgen. Nehmen Sie sich also besonders viel Zeit für die Dinge, die Ihnen guttun. Das können Hobbys sein, lange Spaziergänge oder gute Gespräche mit lieben Menschen. Ebenso wichtig ist die Zeit für Innenschau und Reflektion. Die Wechseljahre sind der perfekte Zeitpunkt, die letzten Jahre Revue passieren zu lassen und sich neue Ziele für das weitere Leben zu setzen.

Wann ist ärztliche Behandlung nötig?

Sollten die Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten und Sie im Alltag beeinträchtigen, ist es empfehlenswert ärztliche Hilfe hinzuzuziehen. Depressionen sind schließlich eine ernstzunehmende Erkrankung. Mit Gesprächstherapien und Medikamenten lassen sich die Probleme meist gut in den Griff bekommen.

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